Reiseüberblick
Sarajevo 2025 war ein winterliches verlängertes Wochenende in Bosnien und Herzegowina. Die Reise beginnt mit dem Flug von Düsseldorf über Belgrad nach Sarajevo und führt direkt hinein in eine Stadt, die auf engem Raum sehr viel Geschichte, Kultur und Atmosphäre verbindet.
Schon am ersten Abend sind die Gegensätze der Stadt sichtbar: verschneite Hänge oberhalb von Bistrik, die osmanische Altstadt Baščaršija, der Sebilj-Brunnen, kleine Süßwarenläden, Moscheen, die Miljacka und die beleuchtete Vijećnica. Sarajevo wirkt dadurch nicht wie eine gewöhnliche Städtereise, sondern wie ein Ort, an dem sich Orient, Österreich-Ungarn, jugoslawische Geschichte, Olympische Winterspiele und die Spuren des Bosnienkriegs überlagern.
Kulinarisch ist die Reise sehr stark: bosnischer Kaffee aus Kupfergeschirr, Süßes aus den Vitrinen, Sač-Gebäck aus der Glut, Ćevapi, Grillplatten, Eintöpfe, Paprika, Kartoffeln, Bier der Sarajevska Pivara und abends mehrere kleine Bars und Kneipen. Die Fotos zeigen Sarajevo nicht nur als Stadt der Sehenswürdigkeiten, sondern auch als Stadt der Tische, Gläser, warmen Innenräume und gemeinsamen Abende.
Der stärkste Natur- und Geschichtsblock ist der Ausflug auf den Trebević. Mit der Seilbahn geht es hinauf in tiefen Schnee zur ehemaligen Olympischen Bobbahn von 1984. Der Ort ist heute zugleich Winterszene, Lost Place, Graffiti-Kulisse und Erinnerungsort. Am Abreisetag folgt mit dem Tunnel of Hope noch ein weiterer sehr wichtiger historischer Punkt, der die Belagerung Sarajevos greifbar macht.