🍇Kaiserstuhl 2026
Station 3

Samstag, 05.09.2026 · Weinwanderung

Zu Fuß zu Salwey und Franz Keller · höchstens etwa 1,5 Stunden je Abschnitt

Gebucht & organisiert

Geplant 11:00 Uhr Salwey.

Bestätigt 16:00 Uhr Verkostung von sechs Weinen bei Franz Keller.

Wanderroute am Vorabend nach Wetter und Wegzustand prüfen. Bei starkem Regen oder Hitze Taxi als Plan B. Pro Person mindestens 1,5 Liter Wasser, Sonnenschutz und feste Schuhe.

Genauer Tagesablauf

7 Punkte

09:20 Uhr · Start der Weinwanderung

Von der Unterkunft über lokale Weinbergswege nach Oberrotweil. Für den ersten Abschnitt 60–90 Minuten einschließlich optionalem Mondhalde-Abstecher und Reserve kalkulieren.

Zwei Kartenmöglichkeiten: Die eigene interaktive Karte zeigt Route, Aussichtspunkte, Einkehr und Weinpunkte und kann die Stationen nacheinander abspielen. Google Maps öffnet dieselben Abschnitte als anklickbare Fußgängerrouten für die Navigation auf dem Handy.
Wetterabhängig
Weinberge und Vulkanlagen des Weinguts Salwey

11:00 Uhr · Weinprobe bei Salwey

Geplant Salwey ist ein VDP-Burgunderspezialist mit Schwerpunkten auf Grau- und Spätburgunder. Die Spitzenlagen Kirchberg, Henkenberg und Eichberg stehen auf vulkanischem Gestein; Holz, Substanz, Phenolik und Lagerfähigkeit prägen den Stil.

Frisch recherchiert · Stand 28.08.2026: Falstaff und Vinum führen Salwey im Weinguide 2026 weiter als prägenden Burgunderbetrieb. Besonders aktuell sind die länger gereiften 2022er Rotweine: Vinum hebt ihre komplexere, harmonischere Struktur hervor; der 2022 Eichberg Spätburgunder GG erhielt in der Falstaff-Spätburgunder-Trophy 2025 97+ Punkte und Platz 1. Die Großen Gewächse erscheinen bei Salwey erst nach langer Reife – neue Jahrgänge laut Gut im November. Für September also gezielt fragen, welche 2022er bereits offen sind und was erst zur Subskription vorgesehen ist.
Ranking & danach fragen: Der 2021 Henkenberg Grauburgunder GG erhielt bei Falstaff 100 Punkte und Platz 1; er ist laut Weingut nur noch sehr limitiert im gemischten GG-Paket erhältlich. Außerdem nach Kirchberg Spätburgunder GG und einem gereiften Grauburgunder GG fragen. Als zugänglicher Vergleich bietet sich ein Oberrotweiler Ortswein oder Käsleberg an.

12:30 Uhr · Leichtes Mittagessen in Oberrotweil

Empfehlung Der Gasthof Bären bietet klassische regionale Küche; das Gasthaus zum Kaiserstuhl ist eine in regionalen Führern gut eingestufte Alternative. Für etwas Kleineres kommen das Kaiserstühler Landeis Café oder später die Wein- und Vesperstube Zur Küferei infrage. Vorab anrufen, damit der zweite Wanderabschnitt pünktlich klappt.

13:45 Uhr · Wanderung zurück nach Oberbergen

Für den zweiten Abschnitt 75–90 Minuten einplanen. Ziel ist eine Ankunft gegen 15:30 Uhr, damit vor der bestätigten Verkostung um 16:00 Uhr noch etwas Reserve bleibt. Bei Verzögerung lieber ein kurzes Taxi nehmen.

Weingut Franz Keller in den Oberbergener Weinbergen

16:00 Uhr · Verkostung bei Franz Keller

Bestätigt · sechs Weine Das VDP-Weingut bewirtschaftet Spitzenlagen wie Oberbergener Bassgeige und Steinriese, Achkarrer Schlossberg sowie Oberrotweiler Kirchberg und Eichberg. Chardonnay und Spätburgunder sind besonders stark.

Frisch recherchiert · Stand 28.08.2026: Der neue 2024er Jahrgang der Ortsweine, 1G und GG war bei Franz Keller im Mai vorab zu probieren und für die offizielle Veröffentlichung im September angekündigt; zugleich sind einzelne 2025er Gutsweine und Schaumweine bereits im Umlauf. Die 2024er Lagenweine sind nun offiziell biozertifiziert. Bei eurer Probe deshalb konkret nach einem frisch verfügbaren 2024er und einem Vergleich zu einem reiferen 2023er fragen – die tatsächliche Auswahl legt das Weingut fest.
Was bedeutet „Verkostung mit sechs Weinen“? Ihr probiert nacheinander sechs unterschiedliche Weine in kleinen Verkostungsmengen – nicht sechs volle Gläser. So lassen sich Rebsorten, Qualitätsstufen, Lagen oder Ausbaustile direkt vergleichen. Welche sechs Flaschen ausgeschenkt werden, bestimmt beziehungsweise bestätigt das Weingut; Wasser trinken und den Spucknapf nutzen hilft, aufmerksam zu verkosten.
Ranking & Wünsche für die Auswahl: In den veröffentlichten Weinguide-Bewertungen 2026 erreichten 2023 Steinriese Spätburgunder GG 98 Punkte, Kirchberg Chardonnay GG 96 Punkte und Achkarren Schlossberg Spätburgunder GG 95 Punkte; die Bewertungsquellen im PDF variieren. Wenn möglich, um eine Dramaturgie vom Orts- oder Erste-Lage-Wein bis zum Großen Gewächs bitten und Bassgeige Chardonnay 1G, Kirchberg Chardonnay GG sowie Steinriese oder Schlossberg Spätburgunder GG ansprechen. Die tatsächlich offenen Weine können abweichen.

Nach der Verkostung · Kurzer Rückweg und Pause

Je nach genauer Lage der Unterkunft etwa 10–20 Minuten zurückgehen. Wasser trinken und den Abend offenlassen.

Abend · Zwei Weinveranstaltungen zur Wahl

Mögliche Programmpunkte Die bestätigten Burkheimer Weintage laufen am Samstag ab 12:00 Uhr in der historischen Altstadt; Musik, Wein, Essen und offene Keller, freier Eintritt. Näher in Achkarren beginnt voraussichtlich um 14:00 Uhr das Trotti-Fescht am Weinbaumuseum mit historischem Herbstwagen, Traubenpressen und Wein – die Stadt kennzeichnet den Termin aber noch als nicht bestätigt. Nach zwei Proben nur mit Taxi/ÖPNV und eher als kurzer Besuch.

Reisetagebuch

3 Erlebnisse
Wanderung zu Salwey und GleichensteinErlebnis

Wanderung zu Salwey und Gleichenstein

🕒 05.09.2026 · 10:52 Uhr📍 Im Ried, Oberrotweil, Vogtsburg im Kaiserstuhl, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald🖼️ 26 Fotos
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Nach dem doch ziemlich intensiven Vortag wollten wir den Samstag etwas aktiver angehen und machten uns morgens zu Fuß auf den Weg durch die Weinberge Richtung Oberrotweil. Das Wetter spielte wieder perfekt mit und schon nach kurzer Zeit waren wir mitten zwischen den Reben. Anfang September hingen die Trauben bereits voll an den Stöcken und die ganze Landschaft sah einfach wunderschön aus. Dazu diese typischen terrassenförmig angelegten Weinberge des Kaiserstuhls, die teilweise wirklich steil an den Hängen liegen. 


Unser erstes Ziel war das Weingut Salwey. Dort hatten wir um 11 Uhr unsere erste Weinprobe des Tages. Salwey ist vor allem für seine Burgunder bekannt und wir waren natürlich gespannt, nachdem wir am Tag zuvor schon bei Stigler und Heger sehr unterschiedliche Weine probiert hatten.


Die Probe fand in ausgesprochen angenehmer und entspannter Atmosphäre statt. Besonders schön fand ich, dass man nicht einfach nur ein paar Weine hingestellt bekam, sondern sich wirklich Zeit für uns genommen wurde. Wir konnten in Ruhe probieren, vergleichen und uns erklären lassen, wie unterschiedlich sich die einzelnen Lagen und der Ausbau bemerkbar machen.


Natürlich mussten wir uns auch den Keller ansehen. Dort lagen überall die Holzfässer, in denen ein großer Teil der Weine ausgebaut wird. Wenn man vorher durch genau diese Weinberge gelaufen ist und anschließend sieht, wie viel Arbeit und Zeit später im Keller noch in den Wein fließt, bekommt man doch noch einmal einen ganz anderen Bezug dazu. 


Wir saßen später draußen und konnten die Weine bei herrlichem Wetter probieren. So eine Weinprobe macht natürlich gleich noch einmal mehr Spaß, wenn man mit dem Glas in der Hand praktisch direkt auf die Weinberge schaut, aus denen der Wein kommt. 


Salwey hat uns sehr gut gefallen. Die Weine waren deutlich vom Burgunder geprägt und teilweise sehr kräftig und eigenständig. Gerade die höherwertigen Grau- und Spätburgunder waren interessant, weil sie sich doch deutlich von den Weinen unterschieden, die wir am Vortag getrunken hatten.


Nach der Weinprobe ging es weiter durch Oberrotweil. Praktischerweise liegen hier mehrere bekannte Weingüter ziemlich nah beieinander. Unterwegs kamen wir auch am Weingut Freiherr von Gleichenstein vorbei. Natürlich konnten wir nicht einfach daran vorbeigehen, ohne wenigstens einmal hineinzuschauen. 


Auch dort bot sich wieder ein wunderschöner Blick direkt in die Weinberge. Genau das gefällt mir am Kaiserstuhl so gut: Man fährt oder läuft nicht einfach von Weingut zu Weingut, sondern ist eigentlich die ganze Zeit mitten in der Landschaft, in der die Weine entstehen. Mit einem Glas Wein auf der Terrasse und dem Blick über die Reben könnte man problemlos deutlich länger sitzen bleiben als ursprünglich geplant. 


Danach ging es wieder weiter zu Fuß. Inzwischen hatten wir schon einige Kilometer und natürlich auch einige Gläser Wein hinter uns, aber die Landschaft machte die Wanderung wirklich kurzweilig.

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Tasting bei Franz KellerErlebnis

Tasting bei Franz Keller

🕒 05.09.2026 · 15:46 Uhr📍 GPS vorhanden🖼️ 20 Fotos
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Am Nachmittag hatten wir dann unseren nächsten festen Termin bei Franz Keller in Oberbergen. Das Weingut kannten wir natürlich schon vom Schwarzen Adler am Abend zuvor, aber jetzt wollten wir uns die Weine noch einmal ganz in Ruhe direkt im Weingut ansehen.


Schon das Gebäude ist beeindruckend und liegt unmittelbar am Hang zwischen den Weinbergen. Drinnen hat man durch die großen Fenster immer wieder den Blick auf die teilweise extrem steilen Rebflächen. Allein dafür lohnt sich der Besuch schon. 


Eigentlich war eine Verkostung von sechs Weinen geplant. Wie es bei uns inzwischen allerdings fast schon Tradition war, blieb es natürlich nicht bei einem schnellen Probieren von sechs Weinen. Es entwickelte sich wieder eine sehr interessante und ausführliche Probe, bei der wir verschiedene Qualitätsstufen und Lagen miteinander vergleichen konnten.


Dabei waren unter anderem Weine aus der Oberbergener Bassgeige. Besonders interessant fand ich, wie groß die Unterschiede schon innerhalb einer Lage sein können, je nachdem, aus welcher Parzelle die Trauben kommen und wie der Wein ausgebaut wird. Auf den Fotos sieht man beispielsweise einen 2023er Oberbergener Pulverbuck und einen 2023er Oberbergener Bassgeige. 


Spannend wurde es dann natürlich bei den Großen Gewächsen. Wir konnten unter anderem einen Achkarrer Schlossberg GG probieren. Genau solche Weine wollten wir auf der Reise kennenlernen – nicht einfach nur die normalen Gutsweine, sondern auch die Spitzenweine und die Unterschiede zwischen den einzelnen Lagen. 


Franz Keller hat uns dabei ausgesprochen gut gefallen. Die ganze Kombination aus moderner Architektur, dem direkten Blick in die Weinberge und den hervorragenden Weinen passt einfach. Vor allem nach unserem Menü im Schwarzen Adler am Abend zuvor war es interessant, einige der Weine jetzt noch einmal ganz bewusst für sich zu probieren.

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Vogelstrauße AbendessenErlebnis

Vogelstrauße Abendessen

🕒 05.09.2026 · 18:51 Uhr📍 GPS vorhanden🖼️ 11 Fotos
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Eine Flasche für den Rückweg


Nach der Probe waren wir eigentlich mit dem offiziellen Weinprogramm für diesen Tag fertig. Allerdings lag unsere Unterkunft ja wieder auf der anderen Seite von Oberbergen und wir mussten noch zurücklaufen.


Dabei entstand dann eine ausgesprochen gute Idee: Wir nahmen einfach noch eine Flasche 2023er Oberbergener Pulverbuck mit. 


Statt also direkt zurückzugehen, machten wir es uns unterwegs mitten in den Weinbergen gemütlich. Mit Blick auf Oberbergen und die umliegenden Hänge haben wir die Flasche dann gemeinsam getrunken. Das war wahrscheinlich einer der schönsten Momente des ganzen Wochenendes. Keine große Weinprobe, kein Restaurant und kein festes Programm – einfach nur wir, eine gute Flasche Wein und dieser Blick. 


Langsam ging die Sonne unter und die Weinberge bekamen dieses warme Abendlicht. Von dort oben konnte man wunderbar über Oberbergen und die terrassierten Hänge schauen. Spätestens jetzt war klar, warum wir die Strecke lieber zu Fuß gemacht hatten und nicht mit dem Taxi gefahren waren. 


Abendessen in der Vogelstrauße


Irgendwann mussten wir uns dann aber doch wieder auf den Weg machen, denn Hunger hatten wir inzwischen natürlich auch. Zum Abschluss des Tages ging es deshalb noch in eine typische Vogelstrauße.


Nach dem sehr feinen und aufwendigen Menü im Schwarzen Adler am Abend zuvor war das genau das richtige Kontrastprogramm. Keine Sterneküche, sondern bodenständige badische Küche, große Portionen und eine gemütliche Atmosphäre.


Ich hatte einen richtig schönen Teller mit reichlich Fleisch, knusprigen Bratkartoffeln, Salat und Beilage. Nach der langen Wanderung durch die Weinberge und den Weinproben bei Salwey und Franz Keller schmeckte das ausgesprochen gut. Gerade die Bratkartoffeln waren genau das, was man nach einem solchen Tag brauchte. 


Dazu natürlich noch einmal Wein aus der Region. Wir saßen dort ganz entspannt und ließen diesen langen Tag ausklingen.


Wenn ich den Tag zusammenfasse, war er eigentlich genau so, wie ich mir einen Tag am Kaiserstuhl vorgestellt hatte: viel zu Fuß unterwegs, ständig zwischen den Weinbergen, hervorragende Weingüter, interessante Weine und zwischendurch immer wieder diese fantastischen Ausblicke. Dazu erst die ausführliche Weinprobe bei Salwey, dann Franz Keller und am Abend ganz unkompliziert in der Vogelstrauße.


Und wahrscheinlich war gerade der Rückweg mit unserer Flasche Pulverbuck und dem Sonnenuntergang mitten in den Weinbergen einer der Momente, die einem von dieser Reise besonders in Erinnerung bleiben.

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