🌴Jamaika2026

Alle Erlebnisse (47)

Sortiert nach Stationen: zuerst Station 1, dann Station 2 usw. Innerhalb jeder Station steht der älteste Eintrag oben und der neueste unten. Die Einträge werden beim Scrollen stückweise sichtbar, damit die Seite schnell bleibt.

📍 16.–17.07 · Anreise Frankfurt
Ein Reiseauftakt im Schlosshotel KronbergErlebnis

Ein Reiseauftakt im Schlosshotel Kronberg

🕒 16.07.2026 · 15:16 Uhr📍 Hainstraße, Kronberg, Hochtaunuskreis, Hessen🖼️ 18 Fotos

Am Nachmittag des 16. Juli machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Frankfurt. Da unser Flug nach Jamaika bereits am nächsten Vormittag starten sollte, wollten wir die Reise bewusst ohne morgendlichen Zeitdruck beginnen und hatten deshalb eine Übernachtung im Schlosshotel Kronberg gebucht.

Nach ungefähr 320 Kilometern Fahrt erreichten wir am Nachmittag die lange Auffahrt des Hotels. Schon der erste Blick auf das große steinerne Gebäude war beeindruckend. Das Schlosshotel sieht nicht nur wie ein Schloss aus, sondern war tatsächlich der ehemalige Wohnsitz von Victoria Kaiserin Friedrich, der ältesten Tochter der britischen Königin Victoria. Das damals als Schloss Friedrichshof bezeichnete Anwesen wurde nach vierjähriger Bauzeit 1893 fertiggestellt und wird seit 1954 als Hotel genutzt.

Vor dem großen historischen Portal luden wir unsere Koffer aus. Über dem Eingang steht bis heute „Friderici Memoriae“ – zur Erinnerung an Friedrich. Gemeint war Victorias früh verstorbener Ehemann Kaiser Friedrich III., der wegen seiner nur 99 Tage dauernden Regierungszeit als 99-Tage-Kaiser bekannt wurde.

Beim Betreten des Schlosses wurde schnell deutlich, dass viele Räume ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben. Hohe Holzdecken, große Buntglasfenster, alte Gemälde, Wandteppiche, schwere Möbel und die breite historische Treppe ließen das Gebäude eher wie ein bewohntes Schloss als wie ein normales Hotel wirken.

Unser Zimmer übertraf dann noch einmal alles, was wir erwartet hatten. Wir hatten ein Grand-Zimmer mit Parkblick gebucht und bekamen aber ein upgrade einen riesigen Raum mit hohen Decken, einer Sitzecke, großen Fenstern und zwei prunkvollen Betten mit aufwendigen Baldachinen. Allerdings war dieses Zimmer nicht klimatisiert und es war abends auch noch sehr warm. Aber für Micky genau das Richtige. Auch die Möbel, Lampen und Vorhänge passten vollständig zum historischen Stil des Hauses.

Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, liefen wir durch die öffentlichen Räume und über das Schlossgelände. Von außen konnte man die vielen unterschiedlichen Türme, Erker, Giebel und Gebäudeteile erst richtig erkennen. Der Park war weitläufig und ruhig, und rund um das Schloss standen große alte Bäume.

Anschließend setzten wir uns in die eindrucksvolle Lobby. Zwischen Kamin, Wandteppichen, Antiquitäten und historischen Möbeln bestellten wir Kaffee, Kuchen und einen Eiskaffee. Dieser Platz wirkte weniger wie eine Hotellobby als wie der Salon eines großen englischen Landhauses.

Damit hatte unser Jamaikaurlaub bereits einen ungewöhnlichen Anfang genommen. Eigentlich war Kronberg nur als praktische Zwischenübernachtung vor dem Flug gedacht. Schon nach kurzer Zeit war klar, dass das Schlosshotel selbst zu einem richtigen Reiseerlebnis werden würde.

📍 16.–17.07 · Anreise Frankfurt
Abendessen im BürgelstollenErlebnis

Abendessen im Bürgelstollen

🕒 16.07.2026 · 20:07 Uhr📍 Bürgelstollen, Kronberg, Hochtaunuskreis, Hessen🖼️ 6 Fotos

Am Abend fuhren wir vom Schlosshotel einige Minuten hinauf zum Waldgasthaus Bürgelstollen. Das Restaurant liegt oberhalb von Kronberg mitten im Wald und unmittelbar über dem Waldschwimmbad.

Da das Wetter noch angenehm war, konnten wir draußen im großen Biergarten sitzen. Von unserem Tisch blickten wir über das Schwimmbad, die bewaldeten Hänge und weit hinaus in die Rhein-Main-Ebene. In der Ferne waren Frankfurt und die umliegenden Orte zu erkennen. Die offizielle Tourismusbeschreibung hebt genau diese weite Aussicht sowie die regionale und gutbürgerliche Küche des Waldgasthauses hervor.

Dazu gab es ein Paulaner Zwickl. Beim Essen entschied Ich mich  passend zur Region für ein großes Schnitzel mit Röstzwiebeln, Bratkartoffeln und Frankfurter Grüner Soße. Nach der Fahrt aus Georgsmarienhütte und dem Rundgang durch das Schloss war das genau das richtige unkomplizierte Abendessen.

Der Bürgelstollen war an diesem Abend gut besucht, trotzdem war die Atmosphäre im Biergarten entspannt. Viele Gäste saßen noch lange draußen und genossen die Aussicht.

Wir blieben ebenfalls eine ganze Zeit sitzen, bevor wir zurück zum Schlosshotel fuhren. Aus einer zunächst rein praktischen Restaurantsuche war damit noch ein sehr schöner erster Urlaubsabend mit regionalem Essen, Biergarten und weitem Blick über Frankfurt geworden.

📍 16.–17.07 · Anreise Frankfurt
Ein ruhiger Abend im SchlossErlebnis

Ein ruhiger Abend im Schloss

🕒 16.07.2026 · 20:08 Uhr📍 Hainstraße, Kronberg, Hochtaunuskreis, Hessen🖼️ 8 Fotos · 1 Video

Nach dem Abendessen im Bürgelstollen kehrten wir zum Schlosshotel zurück. Inzwischen war es deutlich ruhiger geworden, und wir konnten uns die Außenanlage und die eindrucksvolle Fassade noch einmal in aller Ruhe ansehen.

Vom Garten aus wirkte das Gebäude besonders mächtig. Die großen Fenster, die hohen Türme, die geschwungenen Giebel und die breite Terrasse erinnerten tatsächlich eher an einen Adelssitz als an ein gewöhnliches Hotel. Durch einige Fenster war bereits das warme Licht der historischen Innenräume zu erkennen.

Wir liefen noch einmal durch die weitläufigen Flure und über die große Treppe. Besonders eindrucksvoll waren die Buntglasfenster mit ihren zahlreichen Wappen, die geschnitzten Holzdecken und die großen alten Leuchten. Viele Möbel, Kunstwerke und Einrichtungsgegenstände stammen noch aus den Sammlungen von Victoria Kaiserin Friedrich oder wurden bewusst im historischen Stil des Hauses erhalten.

Anschließend gingen wir zurück in unser riesiges Zimmer. Wir öffneten die großen Fenster zum Park und machten es uns mit einem Glas Wein auf der breiten Fensterbank bequem. Unter uns lagen der Schlosspark und die alten Bäume, während im Zimmer die prunkvollen Betten, Kronleuchter und historischen Möbel für eine beinahe unwirkliche Atmosphäre sorgten.

Der Aufenthalt war nur für eine Nacht geplant. Trotzdem fühlte es sich nicht wie eine einfache Flughafenübernachtung an. Für einige Stunden hatten wir tatsächlich das Gefühl, in einem historischen Schloss zu wohnen. 

Am nächsten Morgen sollte es sehr früh weiter zum Flughafen gehen. Deshalb ließen wir den Abend im Zimmer ausklingen, wir genossen das Zimmer in vollen Zügen und versuchten, vor dem langen Flug noch ausreichend zu schlafen. Es war allerdings recht heiß.

📍 16.–17.07 · Anreise Frankfurt
Frühstück im SchlosshotelErlebnis

Frühstück im Schlosshotel

🕒 17.07.2026 · 07:19 Uhr📍 Hainstraße, Kronberg, Hochtaunuskreis, Hessen🖼️ 8 Fotos · 1 Video

Am nächsten Morgen standen wir früh auf. Bevor es zum Frankfurter Flughafen ging, wollten wir noch das im Zimmerpreis enthaltene Frühstück im Schlosshotel nutzen.

Der Frühstücksraum passte zum übrigen Haus: hohe Decken, große Fenster, dunkles Holz und ein elegantes, aber nicht überladenes Ambiente. Am Buffet gab es verschiedene warme Speisen, Brötchen und kleine Brezeln, Aufschnitt, Käse, Räucherlachs, Obst und zahlreiche weitere Frühstückssachen.

Zusätzlich konnte man Eierspeisen frisch bestellen. Ich entschied mich für eine aufwendigere Variante mit pochiertem Ei, Schinken und einer kräftigen Sauce, die auf einem getoasteten Brötchen serviert wurde. Nach dem frühen Aufstehen war das ein ausgesprochen guter Start in den Tag.

Viel Zeit konnten wir uns allerdings nicht lassen. Der Flug DE2162 nach Montego Bay sollte um 11:40 Uhr starten. Nach dem Frühstück gingen wir deshalb zurück auf das Zimmer, kontrollierten ein letztes Mal das Gepäck und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Die Fahrzeugübergabe für das Valet Parking war am Abflugbereich von Terminal 1 vereinbart.

Damit endete unsere kurze Übernachtung in Kronberg. Das Hotel war ursprünglich nur ausgewählt worden, damit wir entspannt und ohne lange morgendliche Autofahrt zum Flughafen kommen konnten. Im Nachhinein war es aber bereits eines der besonderen Hotels dieser Reise.

📍 16.–17.07 · Anreise Frankfurt
Ein unverhofftes Upgrade in die Condor Business ClassErlebnis

Ein unverhofftes Upgrade in die Condor Business Class

🕒 17.07.2026 · 10:53 Uhr📍 Fluggasttunnel Terminal 1 A zu B, Flughafen, Frankfurt am Main, Hessen🖼️ 21 Fotos

Am Flughafen lief zunächst alles nach Plan. Wir übergaben das Auto beim Valet Parking, gingen zum Condor-Schalter und erledigten den Check-in für unseren Flug DE2162 nach Montego Bay.

Gebucht hatten wir ursprünglich Premium Economy. Am Flughafen erhielten wir dann allerdings völlig überraschend neue Bordkarten für die Business Class. Als auf beiden Karten tatsächlich „Business“ stand, mussten wir erst einmal genau hinsehen. Damit begann unser Jamaikaurlaub deutlich komfortabler als erwartet.

Vor dem Abflug hatten wir dadurch Zugang zu einer Flughafenlounge. Dort gab es Getränke und eine Auswahl an Speisen. Besonders auffällig war eine Jägermeister-Station mit einem kleinen „Ice Cold Shot“, die wir uns zumindest ansehen mussten.

Anschließend gingen wir zum Gate. Der Flug wurde mit einem Airbus A330neo in der auffälligen blau-weiß gestreiften Condor-Lackierung durchgeführt. Beim Einsteigen führte der Weg über eine Außentreppe direkt zum Flugzeug.

In der Business Class erwarteten uns breite Einzelsitze mit viel Ablagefläche und direktem Zugang zum Gang. Jeder Platz hatte einen großen Bildschirm, mehrere Anschlüsse, eine eigene Sitzsteuerung, Kissen und eine dicke Decke. Die Sitze ließen sich vollständig in eine ungefähr 1,99 Meter lange Liegefläche verwandeln.

Noch vor dem Start wurde ein Getränk serviert. Anschließend konnten wir aus einer umfangreichen Speise- und Getränkekarte auswählen. Es gab verschiedene Vorspeisen, mehrere Hauptgerichte, Käse, Dessert sowie eine Auswahl an Weiß-, Rosé- und Rotweinen.

Das Essen wurde nicht auf einem einfachen Flugzeugtablett serviert, sondern in mehreren Gängen auf weißem Geschirr und mit Tischdecke. Zu den Vorspeisen gehörten unter anderem Lachs, Salat, Tomaten mit Käse und verschiedene kleine Beilagen. Bei den Hauptgerichten gab es unter anderem Fisch mit Kartoffeln sowie ein Fleischgericht mit Süßkartoffelpüree, Bohnen und geschmortem Fleisch. Anschließend folgten Käse und mehrere kleine Desserts.

Nach dem Essen konnten wir die Sitze fast vollständig flach stellen und tatsächlich einige Zeit schlafen. Gerade auf einem langen Tagesflug war es außergewöhnlich angenehm, die Beine ausstrecken und sich mit einer richtigen Decke hinlegen zu können.

Zwischendurch verfolgten wir auf dem großen Bildschirm unsere Route über den Atlantik. Je näher wir der Karibik kamen, desto häufiger erschien die Karte mit Kuba, Haiti, der Dominikanischen Republik und schließlich Montego Bay.

Vor der Landung wurde noch eine weitere Mahlzeit serviert. Danach begann der Sinkflug auf Jamaika.

Was als normaler Premium-Economy-Flug geplant gewesen war, wurde durch das unerwartete Upgrade zu einem der angenehmsten Langstreckenflüge, die wir bis dahin erlebt hatten. Nach der Nacht im Schloss und dem Flug in der Business Class begann die Reise bereits mit zwei Erlebnissen, die eigentlich gar nicht zum ursprünglichen Jamaika-Programm gehört hatten.

📍 17.–18.07 · Montego Bay
Angekommen auf Jamaika – vom Flugzeug direkt an den StrandErlebnis

Angekommen auf Jamaika – vom Flugzeug direkt an den Strand

🕒 17.07.2026 · 17:30 Uhr📍 Doctor's Cave Bathing Club, Gloucester Avenue/Jimmy Cliff Boulevard, Montego Bay, Saint James🖼️ 14 Fotos

Nach dem langen Flug von Frankfurt landeten wir am Nachmittag in Montego Bay. Immigration und Gepäckausgabe funktionierten erstaunlich unkompliziert. Anschließend nahmen wir vor dem Flughafen ein Taxi zu unserem ersten Hotel.

Die Fahrt zum Deja Resort dauerte nur wenige Minuten. Das Hotel liegt mitten am bekannten Hip Strip und praktisch direkt gegenüber vom Doctor’s Cave Beach. Für unsere erste Nacht war diese Lage ideal: keine lange Weiterfahrt nach dem Flug und trotzdem sofort mitten in Montego Bay. Das Deja Resort selbst ist ein überschaubares Stadthotel mit Pool, Restaurant und mehreren Gebäudeteilen rund um einen kleinen Innenbereich.

Nach dem Einchecken hielten wir uns deshalb gar nicht lange im Zimmer auf. Wir zogen uns um und gingen direkt auf die gegenüberliegende Straßenseite zum Doctor’s Cave Bathing Club. Wenige Minuten zuvor hatten wir noch im Flugzeug gesessen, jetzt standen wir zum ersten Mal mit den Füßen im warmen karibischen Meer.

Der Strand war deutlich schöner, als ich ihn mir mitten in einer größeren Stadt vorgestellt hatte. Das Wasser war vollkommen klar, ruhig und leuchtete je nach Lichteinfall hellblau oder türkis. Hinter dem breiten Sandstrand standen Palmen, Sonnenschirme und mehrere größere Hotelgebäude. Von der Küste aus konnte man auf die grünen Hügel rund um Montego Bay schauen. 

Ich ging natürlich sofort kurz ins Wasser. Micky lief währenddessen am Strand entlang und sah sich die gesamte Bucht an. Nachdem wir uns dort etwas umgesehen hatten, gingen wir weiter in Richtung Innenstadt.

Der Doctor’s Cave Beach ist einer der traditionsreichsten Strände Montego Bays. Der dazugehörige Bathing Club entstand bereits 1906. Internationale Bekanntheit erlangte der Strand in den 1920er-Jahren, nachdem der britische Osteopath Herbert Barker dem Wasser eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben hatte. Heute ist von der ursprünglichen Höhle, durch die der Strand früher erreicht wurde, nichts mehr zu sehen.

Für uns war die Geschichte an diesem Abend allerdings eher nebensächlich. Nach dem langen Flug war vor allem das Gefühl entscheidend, endlich angekommen zu sein. Der erste Blick auf das Meer, der warme Sand und die untergehende Sonne machten innerhalb weniger Minuten deutlich, dass unser Urlaub nun tatsächlich begonnen hatte.

📍 17.–18.07 · Montego Bay
Unser erster Kulturschock – Montego Bay und das erste Jerk-EssenErlebnis

Unser erster Kulturschock – Montego Bay und das erste Jerk-Essen

🕒 18.07.2026 · 03:34 Uhr📍 Market Street, Montego Bay, Saint James, Jamaika🖼️ 18 Fotos

Vom ruhigen und gepflegten Doctor’s Cave Beach gingen wir weiter in Richtung Zentrum von Montego Bay. Mit jedem Meter veränderte sich die Umgebung. Die touristisch geprägte Gloucester Avenue ging allmählich in wesentlich lebhaftere Straßen über.

In der Innenstadt war plötzlich überall Bewegung. Autos drängten sich durch die Straßen, Kleinbusse hielten scheinbar an beliebigen Stellen und zwischen den Fahrzeugen liefen zahlreiche Menschen. An den Straßenrändern standen Verkaufsstände mit Obst, Gemüse, Kleidung und Alltagsgegenständen.

Besonders auffällig waren die zahllosen Strom- und Telefonleitungen. Sie verliefen in dichten Bündeln zwischen den Holzmasten und hingen teilweise kreuz und quer über der Straße. Dazu kamen bunte Häuser, Geschäfte, Kirchen, Marktstände und Händler, die ihre Waren direkt auf dem Gehweg anboten. Die Fotos vermitteln gut, wie voll, unübersichtlich und lebendig die Market Street an diesem Abend wirkte.

Nach den wenigen Stunden zwischen Flughafen, Hotel und gepflegtem Strand war das für uns tatsächlich ein kleiner Kulturschock. Diese Innenstadt hatte kaum etwas mit den Bildern zu tun, die man gewöhnlich in Reisekatalogen von Jamaika sieht. Gleichzeitig bekamen wir dadurch gleich am ersten Abend einen ersten Eindruck vom normalen Leben außerhalb der Hotelanlagen.

Wir liefen eine ganze Zeit durch die Straßen und sahen uns die verschiedenen Stände und Geschäfte an. Obwohl alles zunächst etwas chaotisch wirkte, fühlten wir uns nicht unsicher. Wir mussten uns lediglich erst an die vielen Menschen, den Verkehr, die Lautstärke und das allgemeine Durcheinander gewöhnen.

Später gingen wir zu einem einfachen offenen Jerk-Grill. Dort lagen große Mengen Hähnchen und Schweinefleisch direkt über der glühenden Holzkohle. Bestellt wurde an einer kleinen Theke anhand einer einfachen Preistafel. Zur Auswahl standen unterschiedliche Portionen Jerk Chicken, Pork, Spare Ribs und mehrere Beilagen.

Wir entschieden uns für Jerk Chicken und Jerk Pork. Das Fleisch wurde direkt vom Grill genommen, grob zerteilt und ohne große Dekoration serviert. Dazu gab es verschiedene Soßen, darunter eine besonders scharfe Variante.

Das Grillaroma war außergewöhnlich kräftig. Das Fleisch schmeckte rauchig, würzig und deutlich anders als das, was bei uns normalerweise als Jerk Chicken angeboten wird. Besonders die scharfe Soße hatte es in sich. Sie schmeckte nicht nur etwas pikant, sondern war tatsächlich so scharf, dass man sie nur sehr vorsichtig verwenden konnte.

Genau dieses unkomplizierte Essen passte zu unserem ersten Abend. Kein elegantes Restaurant, keine lange Speisekarte und keine touristische Inszenierung – stattdessen Fleisch direkt vom Grill, einfache Sitzplätze und eine vollkommen andere Umgebung als noch wenige Stunden zuvor.

Als es dunkel wurde, machten wir uns wieder auf den Weg zum Hotel. Dort Trank ich noch ein zwei Bier auf der Terrasse. Hinter uns lag ein ungewöhnlich abwechslungsreicher erster Abend: Ankunft am Flughafen, der erste karibische Strand, Sonnenuntergang, die lebhafte Innenstadt und schließlich unser erstes richtiges jamaikanisches Jerk-Essen. 

📍 17.–18.07 · Montego Bay
Schwimmen vor der Weiterfahrt nach NegrilErlebnis

Schwimmen vor der Weiterfahrt nach Negril

🕒 18.07.2026 · 08:17 Uhr📍 Doctor's Cave Bathing Club, Gloucester Avenue/Jimmy Cliff Boulevard, Montego Bay, Saint James🖼️ 7 Fotos

Am nächsten Morgen waren wir trotz der langen Anreise früh wach. Für diesen Tag war bereits die Weiterfahrt nach Negril geplant. Zunächst gab es ein einfaches Frühstücksbuffet im Hotel. Bevor wir die Koffer endgültig zusammenpackten und das Deja Resort verließen, wollten wir aber noch einmal zum Doctor’s Cave Beach.

Der Weg war denkbar kurz. Wir mussten lediglich das Hotel verlassen und die Straße überqueren. Wenige Minuten später standen wir wieder unter den hohen Palmen am Eingang zum Strand. Das Deja Resort beschreibt den Doctor’s Cave Beach selbst als nur etwa eine Gehminute entfernt.

Am Morgen wirkte der Strand noch einmal vollkommen anders als am Abend zuvor. Es war deutlich ruhiger, das Licht klarer und das Wasser fast glatt. Der Sand fiel sehr flach ins Meer ab, sodass man weit hinauslaufen konnte. Selbst einige Meter vom Ufer entfernt war der helle Grund noch deutlich durch das klare Wasser zu erkennen.

Micky nutzte die Gelegenheit für ihr erstes richtiges Schwimmen auf Jamaika. Sie ging direkt ins Wasser und schwamm eine längere Strecke innerhalb des abgetrennten Badebereichs. Selbst im etwas tieferen Bereich konnte man noch problemlos bis auf den sandigen Grund schauen.

Ich blieb zunächst am Ufer und machte einige Bilder. Rundherum waren nur wenige Menschen unterwegs. Nach dem Trubel in der Innenstadt am Vorabend war dieser ruhige Morgen ein angenehmer Gegensatz.

Lange konnten wir allerdings nicht bleiben. Im Hotel wartete bereits unser Gepäck, und für den Vormittag war der Transfer nach Negril organisiert. Dort sollten wir anschließend acht Nächte im Sandals verbringen.

Nach dem Schwimmen gingen wir deshalb zurück zum Deja Resort, frühstückten beziehungsweise erledigten die letzten Vorbereitungen und packten unsere Sachen zusammen. Unsere erste Nacht auf Jamaika war damit bereits beendet.

Das Deja Resort war für diesen kurzen Aufenthalt genau richtig gewesen. Es lag nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt, direkt am Hip Strip und gegenüber von einem der bekanntesten Strände Montego Bays. Für einen längeren Badeurlaub hätten wir uns vermutlich eine ruhigere Anlage ausgesucht. Zum Ankommen, für den ersten Stadtspaziergang und das erste Bad im karibischen Meer war die Lage jedoch nahezu perfekt.

📍 18.–26.07 · Negril
Ankommen im Sandals Negril und erster RundgangErlebnis

Ankommen im Sandals Negril und erster Rundgang

🕒 18.07.2026 · 12:58 Uhr📍 Queens Drive, Montego Bay, Saint James, Jamaika🖼️ 29 Fotos

Nach unserer ersten Nacht in Montego Bay wurden wir von einem privaten Fahrer abgeholt und zum Sandals Negril gebracht. Die Fahrt führte zunächst durch Montego Bay und anschließend entlang der Nordwestküste in Richtung Negril. Unser Fahrer brachte uns in einem sehr komfortablen BMW direkt bis zum Hoteleingang.

Schon der erste Eindruck war beinahe so, wie man sich einen klassischen Karibikurlaub vorstellt: ein schmaler heller Sandstrand, ruhiges türkisfarbenes Wasser, Palmen und nur wenige Meter dahinter die niedrigen Gebäude des Resorts. Das Sandals Negril liegt direkt am Seven Mile Beach und erstreckt sich länglich entlang des Meeres.

Da unser Zimmer noch nicht fertig war, gingen wir zunächst etwas essen. Danach nutzten wir die Wartezeit für einen ersten Rundgang. Wir sahen uns die verschiedenen Poolbereiche, Restaurants, Bars und den Strand an. Besonders auffällig waren die Zimmer mit direktem Zugang zu einem langgezogenen Pool, der sich wie ein kleiner Fluss durch die Gartenanlage zog.

Gegen 14 Uhr konnten wir schließlich unser Beachfront Club Level Large Luxury Room beziehen. Das Zimmer lag nur wenige Schritte vom Strand entfernt und hatte einen Balkon mit Blick in Richtung Meer. Nach dem Auspacken gingen wir natürlich direkt wieder nach draußen.

Wir verbrachten die ersten Stunden am Strand, probierten zwischendurch ein Eis und gewöhnten uns langsam an die Anlage. Das Wasser war ruhig und angenehm warm, und vor dem Strand lagen mehrere Segelboote und Katamarane.

Am Abend machten wir unseren ersten längeren Spaziergang durch das Resort und sahen den ersten Sonnenuntergang in Negril. Später gab es noch Wein und ein Dessert. Nach der Anreise und der ersten unruhigen Nacht in Montego Bay waren wir nun endgültig im eigentlichen Badeurlaub angekommen.

📍 18.–26.07 · Negril
2. Tag Erster Urlaubstag – Tauchen, Regen und TeppanyakiErlebnis

2. Tag Erster Urlaubstag – Tauchen, Regen und Teppanyaki

🕒 19.07.2026 · 18:32 Uhr📍 Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 17 Fotos

Am nächsten Morgen waren wir früh wach, hatten aber wesentlich besser geschlafen als in den Nächten zuvor. Zum Frühstück gingen wir zum großen Buffet. Die Auswahl war insgesamt sehr gut, besonders der Räucherlachs und die Pastrami. Bei Brot und Brötchen war die Auswahl dagegen eher enttäuschend. Die vielen kleinen Croissants, süßen Teilchen und Kuchen konnten das zumindest teilweise ausgleichen.

Nach dem Frühstück gingen wir getrennt unseren Aktivitäten nach. Ich meldete mich beim Wassersportzentrum und fuhr zu meinem ersten Tauchgang. Micky nutzte währenddessen das ruhige Meer zum Schwimmen.

Das Tauchen ist im Sandals für zertifizierte Taucher grundsätzlich im Aufenthalt enthalten. Auch Kajaks, Schnorcheln, Tubing und verschiedene weitere Wassersportarten gehören zum Angebot des Resorts.

Das Wetter war an diesem Tag allerdings wechselhaft. Immer wieder zogen Wolken auf, und zwischendurch regnete es kräftig. Besonders Micky war nach dem eher grauen Start noch nicht vom Hotel überzeugt. Zusätzlich wurde unser Zimmer vom Zimmerservice immer wieder sehr kalt eingestellt, obwohl wir die Klimaanlage bereits wärmer geregelt hatten.

Am Nachmittag besserte sich das Wetter wieder. Wir verbrachten noch Zeit am Strand und gingen später zurück auf das Zimmer, um uns für den Abend fertig zu machen. Vor dem Essen gab es ein Getränk an der Bar und einen Blick auf den Sonnenuntergang.

Am Abend hatten wir einen Tisch im Kimonos reserviert. Dort wird das Essen direkt vor den Gästen auf einer großen Teppanyaki-Platte zubereitet. Der Koch grillte Reis, Gemüse, Fleisch und Meeresfrüchte, während wir gemeinsam mit weiteren Gästen um die heiße Platte saßen. Dazu gehörten die üblichen kleinen Kunststücke, lauten Geräusche und Späße des Kochs.

Nach dem zunächst etwas enttäuschenden Wetter war dieser unterhaltsame Teppanyaki-Abend ein deutlich versöhnlicherer Abschluss unseres ersten vollständigen Tages im Sandals Negril. Das Kimonos wird vom Resort als japanisches Teppanyaki-Restaurant geführt und ist reservierungspflichtig. 

📍 18.–26.07 · Negril
3. Tag mit mehr Sonne als Regen und BravaErlebnis

3. Tag mit mehr Sonne als Regen und Brava

🕒 20.07.2026 · 15:44 Uhr📍 Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 32 Fotos

Der dritte Tag begann wieder mit einem ausgiebigen Frühstück direkt am Meer. Der Himmel war deutlich freundlicher als am Vortag, und zum ersten Mal zeigte sich Negril über einen längeren Zeitraum von seiner sonnigen Seite.

Nach dem Frühstück ging ich erneut tauchen. Micky machte währenddessen zunächst einen längeren Spaziergang am Strand und schwamm anschließend ungefähr eine Stunde. Danach trafen wir uns wieder und verbrachten gemeinsam einige Zeit auf unseren Liegen.

Zwischendurch wollten wir etwas mehr Action und meldeten uns für eine Fahrt mit dem Tube an. Wir wurden auf einem großen aufblasbaren Reifen hinter einem Motorboot über das Wasser gezogen. Die Fahrt war allerdings wesentlich unruhiger als erwartet. Nach kurzer Zeit beschlossen wir, sie lieber vorzeitig zu beenden.

Danach blieben wir am Strand. Selbst ein kurzer Regenschauer störte uns nicht mehr besonders, denn wenig später kam bereits wieder die Sonne heraus. Am späten Nachmittag gingen wir auf das Zimmer und machten uns für den Abend fertig.

Vor dem Essen liefen wir am Strand entlang und beobachteten einen besonders schönen Sonnenuntergang. Die Sonne verschwand nahezu direkt vor dem Hotel im Meer und färbte den Himmel kräftig orange.

Zum Abendessen gingen wir in das Brava. Unser Tisch lag in einer sehr schönen offenen Umgebung nahe dem Strand. Wir bestellten zahlreiche kleinere spanische Gerichte und probierten uns durch die Speisekarte.

Dazu gehörten Hamachi en Escabeche, Gambas al Ajillo, Red Snapper mit Paprikasauce, gegrilltes Flanksteak mit Chimichurri, Spargel mit Romesco, Patatas Bravas und Croquetas de Pollo. Besonders die Kroketten waren hervorragend: außen knusprig, innen sehr weich, cremig und kräftig gewürzt. Für Micky waren sie das beste Gericht des Abends.

Dazu tranken wir eine rote und eine weiße Sangria. Besonders die White Sangria gefiel uns ausgesprochen gut. Der Strandspaziergang, der Sonnenuntergang und das Essen machten diesen Tag zu einem der schönsten ersten Tage im Resort. Das Brava ist das spanische Restaurant des Sandals Negril.

📍 18.–26.07 · Negril
4. Tag- Strand und Schnorcheln und SundownerErlebnis

4. Tag- Strand und Schnorcheln und Sundowner

🕒 21.07.2026 · 16:22 Uhr📍 Sandals, Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 43 Fotos · 1 Video

Der nächste Morgen begann inzwischen schon nach einem festen Rhythmus. Wir gingen gemütlich frühstücken, saßen möglichst nah am Meer und überlegten dabei, wie wir den Tag verbringen wollten.

Ich fuhr wieder mit dem Tauchboot hinaus. Micky machte währenddessen ihren täglichen Spaziergang und ging anschließend schwimmen. Nach meiner Rückkehr trafen wir uns am Strand und lagen zunächst längere Zeit in der Sonne.

Nach dem Mittagessen meldeten wir uns für eine gemeinsame Schnorchelfahrt an. Micky war davon zunächst nicht besonders überzeugt, kam aber schließlich doch mit. Mit einem der Sandals-Boote fuhren wir ein kurzes Stück vom Strand hinaus. Dort war das Wasser vollkommen klar und leuchtete in verschiedenen Türkistönen.

Wir gingen gemeinsam ins Wasser und schnorchelten über dem Riff. Micky merkte schnell, dass ihr das Schnorcheln wesentlich besser gefiel als erwartet. Wir konnten zahlreiche kleine Fische und Korallen erkennen und blieben eine ganze Weile im Wasser.

Zurück im Hotel gingen wir Kaffee trinken. Besonders der jamaikanische Blue-Mountain-Kaffee schmeckte uns sehr gut. Danach kehrten wir wieder an den Strand zurück. Ein kurzer Regenschauer zog über die Anlage, war aber bereits nach wenigen Minuten vorbei. Anschließend ging Micky noch ins Fitnessstudio.

Am Abend machten wir uns wieder etwas schicker und liefen zum Sundowner. Das Restaurant liegt unmittelbar am Strand und ist bewusst auf den Sonnenuntergang ausgerichtet. Von unserem Tisch konnten wir direkt auf das Meer schauen, während der Himmel langsam orange und rot wurde.

Nach dem Essen blieben wir noch etwas sitzen und genossen die ruhige Atmosphäre. Damit endete ein Tag, an dem wir beinahe mehr Zeit im Wasser als an Land verbracht hatten. 

📍 18.–26.07 · Negril
5. Tag - Kajak, Cocktails und unsere erste Silent DiscoErlebnis

5. Tag - Kajak, Cocktails und unsere erste Silent Disco

🕒 22.07.2026 · 15:34 Uhr📍 Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 54 Fotos · 3 Videos

Auch dieser Tag begann mit einem entspannten Frühstück. Ich hielt mich zunächst an frisches Obst, bevor es wieder zum Tauchen ging. Micky machte währenddessen ihre übliche Kombination aus Spaziergang und Schwimmen.

Nach dem Tauchgang nahm ich mir eines der Kajaks und paddelte vor dem Hotel entlang. Vom Wasser aus konnte man die Anlage noch einmal ganz anders sehen: die niedrigen Gebäude, den schmalen Strand, die Palmen und die vielen kleinen Restaurant- und Poolbereiche direkt dahinter.

Später trafen wir uns wieder am Strand. Wir lagen in der Sonne, gingen zwischendurch ins Wasser und bestellten einige Getränke. Das Wetter hielt sich dieses Mal fast den gesamten Tag. Nach mehreren Tagen mit wechselnden Wolken und kurzen Schauern war das ausgesprochen angenehm.

Am späten Nachmittag tranken wir noch einen Martini. Danach machten wir uns für den Abend fertig und gingen erneut am Strand entlang. Der Sonnenuntergang war an diesem Tag besonders klar. Die Sonne spiegelte sich als breiter orangefarbener Streifen auf dem ruhigen Wasser.

Zum Abendessen gab es wieder spanische Tapas in unmittelbarer Strandnähe. Danach gingen wir noch an die Bar und spielten eine Runde Shuffleboard.

Später begann die White Party. Fast alle Gäste waren weiß gekleidet, und am Strand wurden Kopfhörer verteilt. Über verschiedene Kanäle konnte jeder seine eigene Musik auswählen. Von außen war kaum Musik zu hören, während überall Menschen mit Kopfhörern tanzten und teilweise unterschiedliche Lieder mitsangen.

Diese Silent Disco war anfangs etwas ungewohnt, entwickelte sich aber zu einem sehr unterhaltsamen Abend. Nach einem langen Tag mit Tauchen, Kajak, Strand, Cocktails und Sonnenuntergang tanzten wir noch bis in die Nacht am Strand.

📍 18.–26.07 · Negril
6. Tag - Inzwischen fast wie jeden Tag – und genau deshalb schönErlebnis

6. Tag - Inzwischen fast wie jeden Tag – und genau deshalb schön

🕒 24.07.2026 · 02:06 Uhr📍 Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 24 Fotos · 1 Video

Inzwischen hatte sich ein fester Tagesablauf entwickelt. Wir gingen morgens ausgiebig frühstücken. Danach fuhr ich zum Tauchen, während Micky einen längeren Spaziergang machte und anschließend ungefähr zwei Stunden schwamm.

Nach meiner Rückkehr nahm ich noch einmal ein Kajak und paddelte vor dem Strand entlang. Micky war zu diesem Zeitpunkt weiterhin im Wasser, sodass wir uns direkt vor dem Hotel trafen. Danach lagen wir gemeinsam am Strand und machten für einige Stunden möglichst wenig.

Der Titel „Das Gleiche wie jeden Tag“ klingt zunächst wenig aufregend. Tatsächlich war genau diese Wiederholung ein großer Teil der Erholung: frühstücken, tauchen, schwimmen, Kajak fahren, am Strand liegen und zwischendurch etwas essen oder trinken.

Am Abend wurde anstelle eines normalen Restaurantbesuchs ein großes Buffet aufgebaut. Dazu gab es ein Unterhaltungsprogramm mit einer Feuershow. Tänzer und Akrobaten traten mit brennenden Stäben und anderen Feuerrequisiten auf.

Nach dem ruhigen Strandtag war die Show ein lebhafter Abschluss des Abends. Gerade weil wir tagsüber kaum etwas geplant hatten, konnten wir die Mischung aus Essen, Musik und Feuer entspannt genießen.

📍 18.–26.07 · Negril
7. Tag - Ein Hai, eine Schildkröte und ein besonderer TauchgangErlebnis

7. Tag - Ein Hai, eine Schildkröte und ein besonderer Tauchgang

🕒 24.07.2026 · 23:52 Uhr📍 Sandals, Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 27 Fotos · 2 Videos

Auch an diesem Morgen nahmen wir uns viel Zeit für das Frühstück. Danach trennten sich unsere Wege wieder: Ich fuhr zum Tauchen, Micky ging wandern und schwimmen.

Der Tauchgang wurde dieses Mal zu einem der interessantesten der Reise. Zwischen den Riffen entdeckten wir zunächst eine Meeresschildkröte. Wenig später lag ein Ammenhai ruhig auf dem sandigen Meeresboden zwischen den Korallen.

Der Hai bewegte sich nur langsam und ließ sich längere Zeit beobachten. Dadurch konnte ich zahlreiche Bilder aufnehmen. Aus der Nähe wirkte das Tier deutlich größer und eindrucksvoller als zunächst gedacht. Trotzdem blieb die Situation vollkommen ruhig.

Nach dem Tauchgang traf ich Micky wieder im Bereich vor dem Hotel. Ich nahm ein Kajak und paddelte zu ihr, während sie noch im Wasser war. Danach gingen wir gemeinsam an den Strand.

Zum Mittagessen setzte ich mich direkt ans Meer. Später machten wir eine Kaffeepause und zogen uns für eine kurze Pause auf das Hotelzimmer zurück.

Am Abend gingen wir wieder in eines der Restaurants unmittelbar am Strand. Auf den Bildern sind unter anderem ein großer gegrillter Hummer sowie mehrere Fisch- und Fleischgerichte zu sehen. Das Essen mit Blick auf das Meer war ein passender Abschluss dieses besonderen Tauchtages.

Später spielten wir noch eine Runde Billard. Der Hai blieb trotzdem das eindeutig prägendste Erlebnis des Tages. 

📍 18.–26.07 · Negril
8. Tag - Unser letzter vollständiger Tag im SandalsErlebnis

8. Tag - Unser letzter vollständiger Tag im Sandals

🕒 26.07.2026 · 00:36 Uhr📍 Sandals, Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 14 Fotos

Unser letzter vollständiger Tag im Sandals begann erneut am Frühstücksbuffet. An der offenen Kochstation wurden Omeletts und Eier frisch in kleinen Pfannen zubereitet.

Danach fuhr ich noch einmal mit dem Tauchboot hinaus. Unter Wasser sahen wir erneut einen Ammenhai, außerdem zahlreiche Fische, Korallen, Schwämme und kleine Tiere, die sich in den Felsspalten versteckten. Die Unterwasseraufnahmen zeigen, wie abwechslungsreich die Riffe vor Negril trotz der wiederholten Tauchgänge waren.

Micky ging währenddessen spazieren und schwimmen. Nach meiner Rückkehr verbrachten wir den restlichen Nachmittag wieder am Strand. Zwischendurch gab es Kaffee und Eis. Sogar die dort regelmäßig herumlaufenden Reiher waren inzwischen fast vertraute Begleiter geworden.

In einem Teil der Anlage wurden bereits Tische und Stühle für eine Hochzeit aufgebaut. Die weißen Stühle, gedeckten Tische und der Pavillon direkt am Meer zeigten noch einmal, wie häufig der Strand des Resorts auch für Hochzeiten genutzt wird.

Ansonsten ließen wir diesen letzten vollständigen Tag bewusst ruhig ausklingen. Nach einer Woche kannten wir inzwischen fast jeden Weg, jedes Restaurant und die besten Plätze am Strand. 

📍 18.–26.07 · Negril
Letzter paradiesischer Morgen im SandalsErlebnis

Letzter paradiesischer Morgen im Sandals

🕒 26.07.2026 · 09:00 Uhr📍 Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 21 Fotos

Am letzten Morgen wollten wir den Aufenthalt nicht einfach mit einem schnellen Frühstück am Buffet beenden. Deshalb setzten wir uns noch einmal direkt an den Strand.

Unser Tisch stand nur wenige Meter vom Wasser entfernt. Vor uns lag das ruhige Meer, während zwischen den Palmen Hängematten und leere Liegen standen. Noch war kaum jemand unterwegs, und der Strand wirkte wesentlich ruhiger als im Laufe des Tages.

Zum Frühstück bestellte ich Eggs Benedict und zusätzlich Rührei mit Hummer. Die Eggs Benedict wurden auf einem getoasteten Brötchen mit Schinken, pochierten Eiern und Sauce Hollandaise serviert. Dazu gab es Kaffee und den freien Blick auf das Meer.

Besser hätte dieser letzte Morgen kaum beginnen können. Eine Woche zuvor hatten wir die Anlage noch etwas skeptisch und bei wechselhaftem Wetter kennengelernt. Inzwischen hatten wir uns an den ruhigen Tagesrhythmus, das Tauchen, Schwimmen, die Restaurants und die langen Abende am Strand gewöhnt.

Nach dem Frühstück blieben wir noch etwas am Meer sitzen. Danach mussten wir zurück auf das Zimmer, die letzten Sachen zusammenpacken und auschecken.

Damit endete der erholsame Teil unserer Reise. Als Nächstes ging es zurück zum Flughafen von Montego Bay, wo wir unseren Mietwagen übernehmen und den Roadtrip entlang der Nordküste beginnen wollten.

📍 19.–25.07 · Tauchen Im Sandals
Erster TauchgangErlebnis

Erster Tauchgang

🕒 19.07.2026 · 23:11 Uhr📍 Sandals Negril Beach Resort & Spa, Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 19 Fotos

Bevor ich zu meinem ersten Tauchgang vor Negril starten konnte, musste ich am Morgen zunächst einen kurzen Check im Pool absolvieren. Dabei wurden einige grundlegende Übungen überprüft, damit das Tauchzentrum sehen konnte, dass der Umgang mit Maske, Atemregler und Ausrüstung noch sicher funktionierte.

Nachdem das erledigt war, ging es mit dem Sandals-Tauchboot direkt vom Strand hinaus. Die Fahrt dauerte ungefähr 15 Minuten. Wir waren vier Taucher und ein Instructor – eine angenehm kleine Gruppe, in der niemand lange warten musste.

Unser Tauchplatz bestand aus einem abwechslungsreichen Riff mit großen Korallenformationen, Überhängen und natürlichen Bögen. Besonders eindrucksvoll war ein dunkler Durchgang, durch den wir hindurchtauchten. Von innen blickte man durch die helle Öffnung hinaus ins blaue Wasser, während sich an Decke und Wänden Schwämme und Korallen angesiedelt hatten.

Schon bei diesem ersten Tauchgang gab es überraschend viel zu sehen. Ein großer Oktopus saß nahezu perfekt getarnt an einem orangefarbenen Schwamm. Erst aus der Nähe waren seine Augen, die Saugnäpfe und die feine Zeichnung seiner Haut deutlich zu erkennen. Außerdem entdeckten wir eine Muräne, ein kleines Seepferdchen und verschiedene Rifffische.

Zum Abschluss kamen wir zu einem kleinen Flugzeugwrack. Von dem Flugzeug war nicht mehr alles vollständig erhalten, doch die metallischen Teile waren bereits stark bewachsen und zu einem festen Bestandteil des Riffs geworden. Zwischen den Öffnungen und an der Außenhaut hielten sich zahlreiche kleine Fische auf.

Nach ungefähr 50 Minuten tauchten wir wieder auf. Für einen ersten Tauchgang war das bereits ausgesprochen abwechslungsreich: ein kurzer Poolcheck, eine kleine Gruppe, gute Sicht, ein Oktopus aus nächster Nähe, natürliche Korallenbögen und zum Abschluss ein Flugzeugwrack. 

📍 19.–25.07 · Tauchen Im Sandals
Zweiter TauchgangErlebnis

Zweiter Tauchgang

🕒 20.07.2026 · 09:49 Uhr📍 Sandals, Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 20 Fotos

Am nächsten Morgen fuhr das Tauchboot wieder gegen 9:30 Uhr vom Strand ab. Dieses Mal waren wir fünf Taucher. Das Wetter war hervorragend, das Meer ruhig und die Sicht bereits an der Oberfläche vielversprechend.

Der Tauchgang führte uns bis auf ungefähr 30 Meter hinunter. Dadurch war die verfügbare Tauchzeit etwas begrenzter, trotzdem konnten wir längere Zeit im tieferen Bereich bleiben und uns das Riff in Ruhe ansehen.

Über dem hellen Sandboden entdeckten wir einen gut getarnten Rochen. Er lag zunächst fast unbeweglich im Sand und war wegen seiner Farbe nur schwer zu erkennen. Als er sich bewegte, wirbelte er eine kleine Sandwolke auf und glitt anschließend knapp über den Grund davon.

Zwischen Schwämmen und Korallen sahen wir außerdem Muränen, kleine Krabben und mehrere Garnelen. Einige Tiere saßen so versteckt in den Spalten, dass man sie ohne den Hinweis des Instructors wahrscheinlich übersehen hätte. Besonders auffällig waren die großen Röhrenschwämme und die teilweise bizarren Korallenformen.

Später erreichten wir ein stark bewachsenes Wrack. Die metallischen Flächen waren kaum noch als solche zu erkennen, weil Korallen, Schwämme und andere Organismen große Teile übernommen hatten. Zwischen den Resten schwammen zahlreiche kleinere Fische.

Nach diesem zweiten Tauchgang war ich endgültig begeistert. Die Mischung aus größerer Tiefe, guter Sicht, Rochen, Muränen und dem bewachsenen Wrack war deutlich abwechslungsreicher, als ich es vor der Reise erwartet hatte. 

📍 19.–25.07 · Tauchen Im Sandals
Dritter TauchgangErlebnis

Dritter Tauchgang

🕒 21.07.2026 · 10:31 Uhr📍 Sandals, Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 18 Fotos

Beim dritten Tauchgang kehrten wir in den Bereich der natürlichen Korallenbögen zurück. Der Tauchplatz bestand aus hellem Sandboden, einzelnen Riffblöcken, kleineren Höhlen und mehreren Überhängen. Dazwischen öffneten sich immer wieder breite Durchgänge, durch die wir hindurchtauchen konnten.

Bereits über dem Sand sahen wir einen Rochen, der sich flach am Boden bewegte. Unter einem Felsvorsprung versteckte sich eine große Languste. Von ihrem Körper war zunächst kaum etwas zu erkennen, doch ihre langen Fühler ragten weit aus dem Versteck heraus.

Besonders lange konnte ich einen hellen, schwarz gepunkteten Igelfisch beobachten. Er schwamm ruhig zwischen den Korallen und ließ sich aus ungewöhnlich kurzer Entfernung fotografieren. Seine vielen dunklen Punkte und die kleinen anliegenden Stacheln waren deutlich zu erkennen.

Danach ging es durch einen größeren natürlichen Korallenbogen. Im Inneren war es wesentlich dunkler als am offenen Riff. An den Wänden und an der Decke wuchsen Schwämme, Algen, Gorgonien und weiche Korallen. In den geschützten Bereichen standen kleinere Fischschwärme, während durch die Öffnungen blaues Tageslicht in den Durchgang fiel.

Der Höhepunkt war das sogenannte Shallow Plane, ein kleines Flugzeugwrack auf dem Sandboden. Kabinenöffnungen und Teile des Rumpfes waren noch zu erkennen, allerdings war das Wrack bereits stark von Schwämmen, Weichkorallen und Algen überwachsen. In den Öffnungen und über dem Rumpf hielten sich viele kleine Fische auf.

Das Besondere an diesem Tauchgang war weniger ein einzelnes großes Tier. Es war die abwechslungsreiche Landschaft aus Sandflächen, Riffwänden, natürlichen Bögen und dem langsam vom Meer übernommenen Flugzeugwrack. 

📍 19.–25.07 · Tauchen Im Sandals
Vierter TauchgangErlebnis

Vierter Tauchgang

🕒 22.07.2026 · 10:09 Uhr📍 Sandals, Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 9 Fotos

Der vierte Tauchgang führte uns zum Tauchplatz Cosimo. Wir waren ungefähr 50 Minuten unter Wasser und erreichten im Durchschnitt eine Tiefe von rund 20 Metern.

Die Sicht war gut, und das Gelände bestand aus kleineren Korallenhügeln, offenen Sandflächen und vielen Spalten. Zwischen den Korallen schwammen zahlreiche kleinere Rifffische. Es gab zwar keine großen Schwärme, dafür musste man ständig genauer hinsehen, weil sich viele Tiere sehr gut zwischen den Farben und Strukturen des Riffs versteckten.

Besonders auffällig war erneut ein gepunkteter Kugel- beziehungsweise Igelfisch. Er bewegte sich langsam dicht über den Korallen und ließ sich aus unmittelbarer Nähe beobachten.

Mehrfach sahen wir Feuerfische. Mit ihren langen, fächerartigen Brustflossen und den auffälligen Streifen gehören sie zu den fotogensten Bewohnern des Riffs. Einer blieb längere Zeit fast regungslos zwischen den Korallen stehen, sodass ich ihn aus verschiedenen Richtungen fotografieren konnte.

Obwohl dieser Tauchgang keine großen Tiere oder ein spektakuläres Wrack bot, war er ausgesprochen abwechslungsreich. Gerade die kleineren Entdeckungen, die gute Sicht und die Möglichkeit, einen Feuerfisch so lange aus der Nähe zu beobachten, machten ihn besonders interessant.

📍 19.–25.07 · Tauchen Im Sandals
Fünfter TauchgangErlebnis

Fünfter Tauchgang

🕒 23.07.2026 · 10:05 Uhr📍 Sandals, Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 21 Fotos

Beim fünften Tauchgang ging es erneut gegen 9:30 Uhr mit dem Boot hinaus. Unser Ziel war der Tauchplatz Deep Plane. Das Flugzeugwrack dort liegt in ungefähr 30 Metern Tiefe, sodass dieser Tauchgang deutlich kürzer ausfiel als die vorherigen.

Wir waren zu fünft. Einer der Taucher hatte zunächst etwas zu wenig Gewicht und musste beim Abtauchen kämpfen. Nachdem das Problem gelöst war, konnten wir gemeinsam in den tieferen Bereich hinabsteigen.

Der Weg zum Wrack führte durch eine eindrucksvolle Landschaft aus großen Korallenblöcken und felsartigen Formationen. Auf und zwischen den Strukturen wuchsen Röhrenschwämme, Fächerkorallen und zahlreiche kleinere Schwammarten. An einigen Stellen sah das Riff fast wie eine kleine Gebirgslandschaft unter Wasser aus.

Spektakuläre Fische gab es dieses Mal nur wenige. Dafür war der Tauchplatz selbst umso interessanter. Nach ungefähr 30 Minuten erreichten wir das Flugzeugwrack auf dem Sandboden. Große Teile waren bereits stark bewachsen, doch die Form des Rumpfes ließ sich weiterhin erkennen.

Besonders auffällig war die Totenschädel-Markierung am Flugzeug. Sie gab dem Wrack ein etwas ungewöhnliches Aussehen und war ein gutes Fotomotiv, bevor wir wegen der Tiefe bereits wieder mit dem langsamen Aufstieg beginnen mussten.

Der Tauchgang dauerte nur ungefähr 35 Minuten. Dennoch war er durch die Tiefe, die Korallenlandschaft und das Flugzeugwrack ein eigener Höhepunkt – weniger wegen der Tierwelt, sondern wegen der besonderen Atmosphäre am Deep Plane. 

📍 19.–25.07 · Tauchen Im Sandals
Sechster Tauchgang mit HaiErlebnis

Sechster Tauchgang mit Hai

🕒 24.07.2026 · 10:38 Uhr📍 Sheffield, Westmoreland, Jamaika🖼️ 24 Fotos

Beim sechsten Tauchgang waren wir mit acht Personen unterwegs. Der Tauchplatz lag ungefähr 20 Meter tief, und insgesamt blieben wir rund 50 Minuten unter Wasser.

Schon der erste Abschnitt führte über eine besonders schöne Korallenlandschaft. Zwischen den Riffblöcken lagen kleine Sandflächen und geschützte Nischen. Nach kurzer Zeit entdeckten wir eine Meeresschildkröte.

Die Schildkröte ließ sich durch uns überhaupt nicht stören. Sie blieb zunächst ruhig auf dem Sand liegen und schaute beinahe direkt in die Kamera. Danach hob sie langsam ab und schwamm ohne jede Eile zwischen uns hindurch. Dadurch hatte ich ungewöhnlich viel Zeit, sie zu beobachten und zu fotografieren.

Wenig später kamen wir zu mehreren Ammenhaien, die ruhig zwischen den Korallen und auf dem Sandboden lagen. Insgesamt sahen wir drei Tiere. Sie schwammen nur langsam und ließen sich von unserer Gruppe kaum beeindrucken.

Einer der Haie lag in einer kleinen Nische. Ich konnte mich vorsichtig nähern und ihn längere Zeit aus unmittelbarer Nähe beobachten. Kurz darauf kam sogar noch ein zweiter Hai hinzu. Beide blieben ruhig, während wir einige Meter entfernt auf dem Boden lagen und sie beobachteten.

Später sahen wir noch einen weiteren Ammenhai offen auf dem Sand. Die Tiere wirkten keineswegs hektisch oder bedrohlich. Trotzdem war es ein besonderes Gefühl, mehrere so große Haie aus dieser Nähe zu sehen.

Dieser Tauchgang war für mich der klare Höhepunkt der Woche. Zuerst die vollkommen entspannte Schildkröte und anschließend mehrere Ammenhaie, die sich minutenlang beobachten ließen – wesentlich mehr konnte ich mir für einen einzelnen Tauchgang kaum wünschen. 

📍 19.–25.07 · Tauchen Im Sandals
Siebter Tauchgang mit Krabben und HaiErlebnis

Siebter Tauchgang mit Krabben und Hai

🕒 25.07.2026 · 10:36 Uhr📍 Sandals, Norman Manley Boulevard, Hanover, Jamaika🖼️ 26 Fotos · 1 Video

Der siebte und letzte Tauchgang führte uns zum Tauchplatz The Galleries. Wir waren erneut mit acht Tauchern unterwegs, erreichten ungefähr 22 Meter Tiefe und blieben rund 40 Minuten unter Wasser.

Schon kurz nach dem Abtauchen kamen wir zu einem höhlenartigen Bereich. Dort entdeckten wir eine außergewöhnlich große Krabbe. Sie saß allerdings so weit im Dunkeln und war so gut versteckt, dass sie auf den Fotos kaum zu erkennen ist.

In einer weiteren Höhle fanden wir eine große Languste. Ihre langen Fühler ragten weit aus dem dunklen Versteck heraus. Im Licht der Lampe konnte man den gemusterten Körper zwischen den Steinen erkennen.

Der Tauchgang entwickelte sich anschließend zu einem richtigen Strömungstauchgang. Teilweise wurden wir deutlich am Riff entlanggeschoben und mussten nicht mehr viel selbst schwimmen. Dadurch zog die Landschaft schneller an uns vorbei als bei den vorherigen Tauchgängen.

Später erreichten wir eine weitere Höhle, in der ein Ammenhai lag. Wir positionierten uns einige Meter davor auf dem Sandboden und beobachteten ihn mehrere Minuten. Der Hai blieb ruhig in seinem geschützten Platz liegen, während wir uns praktisch gegenseitig ansahen.

Die Kombination aus Strömung, dunklen Höhlen, großer Krabbe, Languste und Hai machte diesen letzten Tauchgang noch einmal vollkommen anders als die vorherigen. Er war ein sehr passender Abschluss einer Woche, in der jeder Tauchplatz eine etwas andere Landschaft und neue Tiere geboten hatte. 

📍 26.–27.07 · Ocho Rios
Mietwagenübernahme und Aufstieg durch die Dunn’s River FallsErlebnis

Mietwagenübernahme und Aufstieg durch die Dunn’s River Falls

🕒 26.07.2026 · 12:25 Uhr📍 Northern Coastal Highway, Columbus Heights, Ocho Rios, Saint Ann🖼️ 19 Fotos · 1 Video

Nach einem letzten ausgiebigen Frühstück im Sandals Negril packten wir unsere Sachen zusammen und verließen das Hotel gegen 10 Uhr. Damit begann der zweite Teil unserer Reise, denn von nun an wollten wir Jamaika mit einem Mietwagen erkunden.

Zunächst mussten wir zurück nach Montego Bay zum Flughafen fahren. Dort wurden wir zur Mietwagenstation gebracht und konnten gegen 12:30 Uhr unseren kleinen Toyota übernehmen. Nach einer Kontrolle des Autos, einigen Fotos und einer kurzen Gewöhnung an den Linksverkehr machten wir uns auf den Weg in Richtung Ocho Rios.

Die Fahrt entlang der Nordküste dauerte ungefähr anderthalb Stunden. Unterwegs kamen wir durch kleinere Orte mit bunten Holzhäusern, einfachen Verkaufsständen und Geschäften unmittelbar an der Straße. Nach den abgeschirmten Tagen im Resort bekamen wir nun zum ersten Mal einen etwas genaueren Eindruck vom normalen Alltag außerhalb der Hotelanlagen.

Unser erstes Ziel waren die Dunn’s River Falls kurz vor Ocho Rios. Wir parkten auf dem großen Besucherparkplatz und bezahlten für uns zusammen ungefähr 50 US-Dollar Eintritt. Anschließend führte der Weg durch die tropische Anlage hinunter bis zum Strand.

Dort war an diesem Sonntagnachmittag sehr viel los. Am Strand und im Wasser waren zahlreiche jamaikanische Familien und größere Gruppen unterwegs. Internationale Reisegruppen oder klassische Ausflugstouristen waren dagegen kaum zu erkennen. Dadurch wirkte der gesamte Besuch wesentlich ursprünglicher und lebhafter, als wir es erwartet hatten.

Die Dunn’s River Falls fließen in mehreren natürlichen Stufen durch den Wald und münden direkt am Strand ins Karibische Meer. Man beginnt den eigentlichen Aufstieg ganz unten und klettert anschließend über die vom Wasser überspülten Felsen, durch kleinere Becken und über zahlreiche unterschiedlich hohe Stufen nach oben. Neben den Wasserfällen verläuft ein trockener Weg mit Treppen und mehreren Aussichtspunkten.

Micky entschied sich für diesen Weg, während ich mit meinen Wasserschuhen direkt durch den Wasserfall nach oben kletterte. Anfangs sah der Aufstieg noch relativ einfach aus. Schon nach den ersten Stufen merkte ich allerdings, dass die Felsen wesentlich glatter waren als gedacht. Das Wasser drückte teilweise ziemlich kräftig gegen die Beine, und an mehreren Stellen musste ich mich mit den Händen abstützen.

Eine klassische geführte Kette, wie man sie häufig auf Bildern der Dunn’s River Falls sieht, gab es bei meinem Aufstieg nicht. Stattdessen suchte sich jeder zwischen den vielen Familien und Gruppen seinen eigenen Weg. Dadurch war die Kletterei zwar etwas unübersichtlicher, aber auch interessanter.

Zwischendurch blieb ich in einigen der natürlichen Wasserbecken stehen, machte Fotos und versuchte herauszufinden, welcher Weg über die nächste Stufe am sichersten war. Die Wasserschuhe waren dabei unbedingt notwendig. Ohne sie wäre der Aufstieg auf den nassen Kalksteinflächen kaum sinnvoll gewesen.

Nach und nach arbeitete ich mich bis in den oberen Bereich vor. Dort traf ich Micky wieder, die meinen Aufstieg von den Aussichtspunkten des seitlichen Weges verfolgt und fotografiert hatte. Zum Abschluss machten wir noch einige gemeinsame Bilder vor den Wasserfällen.

Der Aufstieg war anstrengender und rutschiger als erwartet, aber gerade deshalb eines der eindrucksvollsten Erlebnisse unserer Rundreise. Nach den ruhigen Tagen am Strand war dies der erste wirklich aktive Abschnitt unseres Roadtrips durch Jamaika.

📍 26.–27.07 · Ocho Rios
Ein lebhafter Empfang und ein unerwartet guter AbendErlebnis

Ein lebhafter Empfang und ein unerwartet guter Abend

🕒 26.07.2026 · 20:35 Uhr📍 Old Road, Content Garden, White River, Saint Ann🖼️ 26 Fotos

Nach dem Besuch der Dunn’s River Falls fuhren wir die letzten Kilometer weiter nach Ocho Rios. Am späten Nachmittag erreichten wir das Sand and Tan Beach Hotel in der kleinen White River Bay.

Das Hotel war deutlich kleiner und einfacher als das Sandals Negril, aus dem wir am Morgen gekommen waren. Unser Zimmer war ordentlich eingerichtet und hatte einen Balkon mit direktem Blick auf das Meer. Vom Bett aus konnte man durch die große Balkontür auf die Bucht, den langen Steg und das gegenüberliegende bewaldete Ufer schauen.

Die Lage direkt am Wasser war eigentlich ausgesprochen schön. Trotzdem war unser erster Eindruck zunächst ein kleiner Schock. Wir hatten mit einem ruhigen kleinen Strandhotel gerechnet. Stattdessen herrschte an diesem Sonntagnachmittag am Strand und an der Hotelbar reger Betrieb.

Auf den Liegen und am Steg saßen zahlreiche Familien, im Wasser wurde gebadet und in der Bucht waren Jet-Skis unterwegs. Gleichzeitig spielte an der offenen Strandbar ein DJ ziemlich laute Musik. Nach den ruhigen und abgeschirmten Tagen in Negril mussten wir uns an diese lebhafte und fast ausschließlich von Einheimischen geprägte Atmosphäre erst einmal gewöhnen.

Wir sahen uns kurz das Zimmer und die Hotelanlage an und machten uns anschließend für den Abend fertig. Das Sand and Tan ist ein kleines Hotel mit rund 20 Zimmern unmittelbar an der White River Bay. Strand, Bar und Restaurant liegen dabei praktisch direkt unter beziehungsweise vor den Hotelzimmern.

Da uns die Stimmung an der Hotelbar zunächst etwas zu laut war, beschlossen wir, mit dem Auto in das Zentrum von Ocho Rios zu fahren. Die erste Fahrt durch die Stadt im Dunkeln war gewöhnungsbedürftig. Der Verkehr, die schlecht beleuchteten Straßen und die vielen Menschen am Straßenrand wirkten zunächst etwas chaotisch und fremd.

Unser Ziel war das Ocho Rios Jerk Centre an der DaCosta Drive. Das offene Restaurant besteht aus Holztischen, einer großen Bar und mehreren rustikalen, teilweise um Bäume gebauten Sitzbereichen. Es serviert dort bereits seit den 1990er-Jahren jamaikanische Jerk-Gerichte.

Die Fahrt hatte sich gelohnt. Wir bestellten eine große gemischte Platte mit Jerk Chicken, Schweinefleisch und einer gegrillten Wurst. Dazu gab es Pommes, Krautsalat und verschiedene Soßen. Besonders das Hähnchen war saftig, rauchig und kräftig gewürzt. Auch das Schweinefleisch gehörte zu den besten Fleischgerichten, die wir bis dahin auf Jamaika gegessen hatten.

Das Restaurant war gut besucht, aber die Atmosphäre wesentlich entspannter, als wir nach der Fahrt durch die Stadt zunächst erwartet hatten. Zwischen den anderen Gästen saßen auch einige Männer in Uniform, während aus den Lautsprechern Musik lief und an der großen Bar Getränke ausgeschenkt wurden.

Nach dem Essen fuhren wir zurück zum Hotel. Inzwischen hatte sich der Strand deutlich geleert, die Tagesgäste waren verschwunden und die Stimmung hatte sich vollkommen verändert. Die Bar lag nun ruhig und stimmungsvoll beleuchtet unmittelbar über dem Wasser.

Wir setzten uns auf die hölzerne Terrasse, bestellten ein Red Stripe und schauten auf die dunkle Bucht. Unterhalb von uns schwappte das Wasser bis an die Stufen und Pfosten der Bar. Die farbigen Lichter spiegelten sich auf der Wasseroberfläche, und von der lauten Atmosphäre des Nachmittags war kaum noch etwas übrig.

Später gingen wir noch einmal auf den Steg und machten einige Fotos mit der beleuchteten Bar im Hintergrund. Was zunächst wie eine eher fragwürdige Hotelwahl gewirkt hatte, entwickelte sich dadurch doch noch zu einem sehr schönen Abend.

Das Sand and Tan war nicht luxuriös und sicherlich nicht für jeden Geschmack. Aber das Zimmer mit Meerblick, das gute Jerk-Essen und der abendliche Platz direkt über dem Wasser machten die eine Nacht zu einem ungewöhnlichen und sehr authentischen Zwischenstopp unserer Reise.

📍 27.–28.07 · Port Antonio
Frühstück und James Bond BeachErlebnis

Frühstück und James Bond Beach

🕒 26.07.2026 · 19:48 Uhr📍 Old Road, Content Garden, White River, Saint Ann🖼️ 13 Fotos · 1 Video

Wir waren an diesem Morgen früh wach und liefen zunächst noch ein wenig durch das Sand and Tan Beach Hotel. Das Frühstück wurde gerade erst aufgebaut und war entsprechend einfach. Für Micky gab es Toast, für mich zusätzlich etwas Spiegelei. Viel Zeit wollten wir dort ohnehin nicht verbringen, denn vor uns lag eine längere und abwechslungsreiche Fahrt entlang der Nordküste bis nach Port Antonio.

Nachdem wir unsere Sachen im Auto verstaut hatten, fuhren wir zunächst ungefähr eine halbe Stunde in Richtung Oracabessa. Unser erster Stopp sollte der James Bond Beach sein. Die letzten Meter der Anfahrt führten über eine ziemlich holprige Straße. Schließlich kamen wir zu einem verschlossenen Tor, an dem wir ungefähr sechs Euro Eintritt bezahlen mussten.

Nachdem man uns geöffnet hatte, stellten wir schnell fest, dass wir den gesamten Strand praktisch für uns allein hatten. Es waren keine anderen Badegäste zu sehen, und auch sonst wirkte die Anlage an diesem Vormittag beinahe verlassen. Dadurch konnten wir in Ruhe über den Strand laufen, uns die kleine Bucht ansehen und einige Fotos machen.

Der Name James Bond Beach passt natürlich zur Gegend. Nur wenige Kilometer entfernt liegt GoldenEye, das frühere Anwesen von Ian Fleming. Fleming lebte zeitweise in Oracabessa und schrieb dort seine James-Bond-Romane. Der Strand selbst lebt heute ebenfalls stark von dieser Verbindung.

Lange blieben wir allerdings nicht. Der James Bond Beach war ein interessanter und angenehm ruhiger Zwischenstopp, aber vor uns lagen noch mehrere Stunden Fahrt sowie einige der wichtigsten Ziele rund um Port Antonio.

Also machten wir noch ein paar letzte Bilder, gingen zurück zum Auto und setzten unsere Fahrt in Richtung Osten fort. 

📍 27.–28.07 · Port Antonio
Bamboo Rafting auf dem Rio GrandeErlebnis

Bamboo Rafting auf dem Rio Grande

🕒 27.07.2026 · 11:21 Uhr📍 Burlington, Portland, Jamaika🖼️ 9 Fotos

Nach dem kurzen Aufenthalt am James Bond Beach folgten wir ungefähr anderthalb Stunden der Küstenstraße in Richtung Port Antonio. Die Fahrt führte durch zahlreiche kleinere Orte und Dörfer. Besonders auffällig waren die vielen bunten Häuser und Geschäfte, die teilweise unmittelbar an der Straße standen.

Je weiter wir nach Osten kamen, desto grüner wurde die Landschaft. Die Bebauung wurde lockerer, und zwischen den Orten öffneten sich immer wieder Ausblicke auf bewaldete Hügel, Flüsse und die Küste.

Schließlich erreichten wir in der Gegend von Burlington eine Station für Bamboo Rafting auf dem Rio Grande. Der GPS-Punkt der Bilder liegt bei 18.2013361, −76.5082333 und passt damit zur Flussregion westlich von Port Antonio.

Wir stellten das Auto unkompliziert auf einer Rasenfläche ab. Alles ging anschließend erstaunlich schnell: Ticket kaufen, umziehen und auf eines der schmalen Bambusflöße steigen. Unser Floß bestand aus langen zusammengebundenen Bambusstämmen und hatte in der Mitte eine kleine erhöhte Sitzbank.

Ein Guide steuerte uns mit einem langen Bambusstab langsam über den Fluss. Dabei stieß er sich immer wieder vom Flussgrund ab und hielt das Floß in der Strömung auf Kurs. Unsere Fahrt dauerte ungefähr anderthalb Stunden und führte durch eine sehr ruhige, grüne Landschaft.

Das Wetter war ausgesprochen sonnig und auf dem offenen Fluss entsprechend warm. Wir konnten uns aber ausreichend vor der Sonne schützen, sodass die Hitze kein Problem wurde. Ansonsten mussten wir nichts tun. Wir saßen einfach auf dem Floß, beobachteten die Ufer und ließen uns langsam durch die Landschaft bewegen.

Die Bambusflöße wurden auf dem Rio Grande ursprünglich zum Transport von Bananen genutzt. Der Schauspieler Errol Flynn soll in den 1950er-Jahren die Idee populär gemacht haben, sie auch für gemütliche Ausflüge zu verwenden. Daraus entwickelte sich eine der bekanntesten Aktivitäten der Region Port Antonio.

Unsere Fahrt war vor allem ruhig und entspannend. Nach den teilweise anstrengenden Autofahrten der vergangenen Tage war es angenehm, für anderthalb Stunden einfach nur durch die Natur gefahren zu werden

📍 27.–28.07 · Port Antonio
📖
Erlebnis

Jerk Chicken und Pork im Boston Jerk Centre

🕒 27.07.2026 · 13:30 Uhr

Nach der Floßfahrt folgten wir noch ungefähr 20 Minuten der Küstenstraße und kamen schließlich nach Boston. Direkt an der Straße lagen mehrere einfache Jerk-Stände dicht nebeneinander. Überall wurde gegrillt, und schon beim Aussteigen roch man Rauch, Gewürze und gebratenes Fleisch.

Das Boston Jerk Centre ist kein einzelnes Restaurant im klassischen Sinn. Es besteht aus mehreren kleinen Anbietern, die ihre Gerichte jeweils an eigenen Grillständen zubereiten. Zur Auswahl standen unter anderem Hähnchen, Schweinefleisch, Fisch und sogar Hummer.

Ich entschied mich für eine Kombination aus Jerk Chicken und Jerk Pork. Das Fleisch kam ohne große Inszenierung vom Grill und wurde unkompliziert serviert. Dafür war es kräftig gewürzt, rauchig und ausgesprochen saftig. Besonders das Schweinefleisch gehörte für mich zu den besten Jerk-Gerichten unserer Reise.

Boston gilt als Ursprungsregion der kommerziell angebotenen Jerk-Küche. Auch heute befinden sich dort mehrere einfache Stände, an denen Hähnchen, Schwein, Fisch und andere Gerichte traditionell über dem Feuer beziehungsweise über aromatischem Holz gegart werden.

Die Umgebung war wesentlich ursprünglicher als in einem Hotelrestaurant. Es gab keine aufwendige Einrichtung und keinen besonderen Service, sondern hauptsächlich Grillstände, einfache Sitzplätze und eine große Auswahl an Fleisch.

Gerade das machte den Stopp interessant. Das Essen war unkompliziert, authentisch und genau das, was ich mir unter einem jamaikanischen Jerk Centre vorgestellt hatte. Anschließend setzten wir unsere Fahrt zur Blue Lagoon fort. 

📍 27.–28.07 · Port Antonio
Blue Lagoon, Monkey Island und ein spontaner KajakausflugErlebnis

Blue Lagoon, Monkey Island und ein spontaner Kajakausflug

🕒 27.07.2026 · 14:29 Uhr📍 Northern Coastal Highway, Priestmans River, Portland, Jamaika🖼️ 19 Fotos · 3 Videos

Nur wenige Minuten nach unserem Mittagessen erreichten wir die Gegend um die Blue Lagoon. Kaum waren wir dort angekommen, winkte uns ein Mann von der Straße zu und wies uns einen angeblichen Premiumparkplatz zu.

Ob dieser Parkplatz tatsächlich offiziell zu der gesamten Anlage gehörte, war nicht ganz eindeutig. Wir bezahlten eine kleine Parkgebühr und folgten dem Mann anschließend zu Fuß in Richtung Wasser.

Dort zeigte sich, dass er nicht nur einen Parkplatz vermitteln wollte. Er führte uns zu einem Kajak und bot an, uns durch die Lagune und bis zur Monkey Island zu paddeln. Alles wirkte zunächst etwas spontan und improvisiert, entwickelte sich dann aber zu einem ausgesprochen guten und persönlichen Ausflug.

Wir setzten uns in das Kajak, während unser Begleiter das Paddeln übernahm. Zunächst ging es durch die Blue Lagoon. Das Wasser wechselte je nach Tiefe und Lichteinfall zwischen dunklem Blau, Türkis und hellem Grün.

Die kräftigen Farbunterschiede entstehen unter anderem dadurch, dass in der Lagune kühleres Süßwasser aus unterirdischen Quellen auf das wärmere Meerwasser der Karibik trifft. Die Blue Lagoon gehört deshalb zu den auffälligsten Naturzielen rund um Port Antonio.

Anschließend paddelten wir weiter in Richtung Monkey Island, die auch als Pellew Island bekannt ist. Rund um die kleine, dicht bewachsene Insel war das Wasser besonders klar. Dort ging ich auch schwimmen, während Micky und unser Guide im Kajak blieben.

Die GPS-Position des Erlebnisses liegt bei 18.1698139, −76.3863528 und damit unmittelbar im Bereich zwischen der Blue Lagoon und der kleinen vorgelagerten Insel.

Nach dem Schwimmen ging es wieder zurück durch die Lagune. Unser Guide paddelte uns bis zum Ausgangspunkt und kümmerte sich während der gesamten Tour um alles. Was zunächst etwas zweifelhaft mit einem angeblichen Premiumparkplatz begonnen hatte, wurde dadurch zu einem der besten spontanen Erlebnisse des Tages.

Die Farben des Wassers, die kleine Insel und die persönliche Kajaktour machten diesen Stopp für mich wesentlich interessanter als einen einfachen Fotobesuch an der Lagune. 

📍 27.–28.07 · Port Antonio
Ein später Badestopp in Frenchman’s CoveErlebnis

Ein später Badestopp in Frenchman’s Cove

🕒 27.07.2026 · 15:42 Uhr📍 Frenchman's Cove Beach, Northern Coastal Highway, Drapers, Portland🖼️ 14 Fotos · 3 Videos

Nach der Blue Lagoon waren es nur wenige Minuten bis zum Frenchman’s Cove Beach. Wir bezahlten erneut Eintritt und stellten das Auto auf dem dazugehörigen Parkplatz ab.

Von dort führte ein kurzer Weg durch die üppig grüne Anlage bis zum Strand. Schon beim ersten Blick wurde deutlich, weshalb Frenchman’s Cove regelmäßig als einer der schönsten Strände Jamaikas bezeichnet wird.

Die kleine Bucht wird auf beiden Seiten von dicht bewachsenen Felsen eingerahmt. Hinter dem hellen Sand fließt ein kleiner Süßwasserfluss ins Meer. Dadurch treffen direkt am Strand kühleres Flusswasser und warmes Meerwasser aufeinander. Je nach Bereich unterscheiden sich deshalb auch Strömung, Temperatur und Farbe des Wassers.

Die GPS-Daten der Bilder liegen bei 18.1756694, −76.3997500 und damit genau am Frenchman’s Cove Beach.

Wir waren für einen längeren Strandaufenthalt allerdings nicht besonders gut vorbereitet. Wir hatten lediglich ein kleines Handtuch dabei und wollten an diesem Tag noch unser Hotel erreichen.

Ich ging trotzdem direkt ins Wasser und schwamm eine Weile in der Bucht. Micky blieb zunächst am Strand und sah mir zu. Nach längerer Überredung kam sie schließlich ebenfalls kurz ins Wasser. Für ihr normales, gleichmäßiges Schwimmen war die Bucht allerdings weniger geeignet als ein ruhiger Hotelpool oder ein langer offener Strand.

Wir blieben deshalb nicht sehr lange. Trotzdem reichte die Zeit, um die besondere Lage zu genießen und einige Fotos zu machen. Durch den Fluss, das Meer, die Felsen und die dichte Vegetation wirkte die Bucht fast vollständig von der Außenwelt abgeschirmt.

Frenchman’s Cove war kein langer Badetag, aber einer der landschaftlich schönsten kurzen Stopps unserer gesamten Rundreise. 

📍 27.–28.07 · Port Antonio
Eine Nacht mit Dschungelblick im LF Jungle RetreatErlebnis

Eine Nacht mit Dschungelblick im LF Jungle Retreat

🕒 27.07.2026 · 18:48 Uhr📍 Hotel Mockingbird Hill, Northern Coastal Highway, Drapers, Portland🖼️ 17 Fotos · 2 Videos

Vom Frenchman’s Cove Beach fuhren wir nur wenige Minuten den Berg hinauf zu unserem Hotel. Das LF Jungle Retreat liegt am Mockingbird Hill oberhalb der Küste von Port Antonio. 

Schon bei der Ankunft bekamen wir einen Kaffee auf einer großen Aussichtsterrasse. Von dort blickten wir über die dichte tropische Vegetation in Richtung Küste. Nach dem langen Tag mit Autofahrt, Floßfahrt, Jerk Centre, Lagune und Strand war das ein angenehmer Moment zum Ankommen.

Anschließend wurde uns unser Zimmer gezeigt. Besonders ungewöhnlich war die vollständig zu öffnende Wand zum Balkon. Dadurch gingen Zimmer, Balkon und die Landschaft beinahe ineinander über. Sobald alles geöffnet war, lag der Dschungel praktisch direkt vor unserem Bett.

Das Zimmer war großzügig, modern und gleichzeitig sehr offen gestaltet. Der Blick führte über Palmen, Bäume und die umliegenden Hügel. Nach den Strandhotels der vorherigen Tage war diese Lage eine deutliche Veränderung.

Danach gingen wir zum Pool. Das Wasser hatte ungefähr 33 Grad und war damit fast schon ungewöhnlich warm. Der Pool lag mitten zwischen den tropischen Pflanzen und vermittelte tatsächlich das angekündigte Dschungelgefühl.

Wir schwammen eine Weile und lagen anschließend noch am Becken. Später verbrachten wir etwas Zeit auf unserem Zimmer und genossen den offenen Blick vom Balkon.

Am Abend gingen wir auf die Terrasse am Pool, wo wir auch zu Abend aßen. Rundherum war es inzwischen dunkel geworden, und aus der Vegetation kamen die typischen Geräusche des jamaikanischen Abends. Beleuchteter Pool, warme Luft und dichter Dschungel sorgten für eine vollkommen andere Atmosphäre als an der Küste.

Damit endete einer der erlebnisreichsten Tage unserer Rundreise. Vom einfachen Frühstück über den einsamen James Bond Beach, die Floßfahrt, das Jerk Centre, die Blue Lagoon und Frenchman’s Cove bis zu diesem ruhigen Hotel am Berg hatten wir an einem einzigen Tag sehr unterschiedliche Seiten Jamaikas erlebt. 

📍 28.–29.07 · Blue Mountains
Durch die Blue Mountains und zwei KaffeeplantagenErlebnis

Durch die Blue Mountains und zwei Kaffeeplantagen

🕒 28.07.2026 · 10:44 Uhr📍 Nelson Street, Buff Bay, Portland, Jamaika🖼️ 36 Fotos

Nach unserem Frühstück im LF Jungle Retreat verließen wir Port Antonio und fuhren zunächst über Buff Bay in Richtung Blue Mountains. Schon nach kurzer Zeit wurde die Straße immer schmaler, steiler und kurviger. Sie führte mitten durch die dicht bewachsenen Berge, vorbei an kleinen Häusern, einfachen Geschäften und mehreren Wasserfällen, die direkt neben der Straße aus den Hängen kamen.

Die Fahrt war landschaftlich eine der eindrucksvollsten unserer gesamten Rundreise. Hinter beinahe jeder Kurve öffnete sich ein neuer Blick über tiefe Täler und bewaldete Berghänge. Dazwischen lagen kleine Siedlungen, einzelne Häuser und Kaffeeplantagen, die sich an den teilweise sehr steilen Hängen festhielten. Viel Verkehr gab es nicht, trotzdem musste man wegen der engen Straßen und der vielen unübersichtlichen Kurven ständig aufmerksam bleiben.

Unser erster Kaffeestopp war bei Dennis Coffee Shop & Farm. Der kleine Familienbetrieb war vollkommen anders als eine klassische Touristenattraktion. In dem einfachen, bunt bemalten Gebäude standen ein alter schwarzer Wasserkessel, Kaffeesäcke und einige Flaschen und Getränke in den Regalen. Der Kaffee wurde ohne moderne Maschine ganz traditionell zubereitet und in kleinen Tassen ausgeschenkt.

Wir saßen eine Weile dort, tranken frisch aufgebrühten Blue-Mountain-Kaffee und sahen uns den kleinen Betrieb an. Alles wirkte sehr ursprünglich und improvisiert. Gerade das machte diesen Zwischenstopp so interessant. Man bekam einen Eindruck davon, wie Kaffee in den Bergen teilweise noch mit sehr einfachen Mitteln verarbeitet und zubereitet wird. James Dennis’ Coffee Farm ist ein kleiner Familienbetrieb in der Bergsiedlung Section, bei dem die Bohnen traditionell in einem schweren Topf geröstet und der Kaffee anschließend sehr schlicht aufgebrüht wird.

Anschließend fuhren wir weiter zur Craighton Estate. Im Gegensatz zum ersten Stopp war dies eine größere und wesentlich organisierter wirkende Kaffeeplantage. Mittelpunkt der Anlage war ein altes rosafarbenes Herrenhaus, in dem historische Möbel, alte Fotografien und große mit Blue-Mountain-Coffee beschriftete Holzfässer zu sehen waren.

Von dort gingen wir gemeinsam mit einem Mitarbeiter durch die Plantage. Zwischen Bananenstauden und anderen tropischen Pflanzen wuchsen die Kaffeebäume mit ihren noch grünen Früchten. Während der Führung erfuhren wir einiges über den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung des Kaffees. Gleichzeitig hatten wir von den höher gelegenen Bereichen der Plantage einen großartigen Blick über die umliegenden Berge und teilweise bis in Richtung Kingston.

Natürlich gehörte auch hier eine Tasse Kaffee dazu. Wir tranken sie mit Blick über die Berge und konnten dadurch zwei vollkommen unterschiedliche Seiten des Blue-Mountain-Kaffees kennenlernen: zunächst den kleinen, ursprünglichen Familienbetrieb und anschließend eine traditionsreiche, professionell geführte Plantage.

Danach waren es nur noch wenige Minuten bis zu unserem Hotel. Hinter uns lag eine sehr abwechslungsreiche Fahrt mit Wasserfällen, kleinen Bergdörfern, schmalen Straßen und zwei Kaffeeerlebnissen, die kaum unterschiedlicher hätten sein können. Die Bilder dokumentieren die Fahrt ab Buff Bay, den Stopp bei Dennis Coffee Shop & Farm sowie die Führung durch die Craighton Estate mit Herrenhaus, Kaffeepflanzen und Aussichtspunkten.

📍 28.–29.07 · Blue Mountains
Strawberry Hill Hotel - Blue MountainsErlebnis

Strawberry Hill Hotel - Blue Mountains

🕒 28.07.2026 · 14:52 Uhr📍 Strawberry Hill Resort, Strawberry Hill Road, Gordon Town, Saint Andrew🖼️ 48 Fotos · 5 Videos

Nach der Führung auf der Craighton Estate fuhren wir nur noch wenige Minuten bis zum Strawberry Hill Hotel. Schon die Anfahrt vermittelte einen ersten Eindruck von der besonderen Lage. Das Hotel liegt hoch in den Blue Mountains, weit oberhalb von Kingston und umgeben von dichter tropischer Vegetation.

Zur Begrüßung bekamen wir zunächst einen Drink. Danach wurden wir über die kleinen Wege durch den Garten zu unserem Zimmer geführt. Unser Zimmer befand sich in einem hellen Gebäude im traditionellen jamaikanischen Stil. Es hatte dunkle Holzböden, ein großes Himmelbett mit Moskitonetz und vor allem einen außergewöhnlich großen Balkon.

Der Ausblick von dort war kaum zu übertreffen. Direkt unter uns lagen die bewaldeten Berghänge, dahinter erstreckte sich Kingston bis zum Meer. In der Ferne waren sogar der Hafen und die Küste zu erkennen. Der Balkon wirkte deshalb fast wie ein zusätzliches Zimmer, in dem man einfach sitzen und stundenlang auf die Landschaft schauen konnte.

Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, liefen wir durch die Gartenanlage zum Pool. Überall wuchsen Palmen, Bananenstauden, Helikonien und andere tropische Pflanzen. Dazwischen standen die einzelnen weißen Holzhäuser und Cottages, die sich sehr harmonisch in den Berghang einfügten.

Der Infinity-Pool lag unmittelbar an der Kante des Berges. Von einem Ende blickte man auf die Blue Mountains, vom anderen über Kingston und das Meer. Micky begann natürlich sofort mit ihrem Schwimmprogramm. Das Wasser war allerdings deutlich kälter als in den Hotels an der Küste, sodass sie dieses Mal nicht besonders lange im Pool blieb.

Ich hielt es dort etwas länger aus und blieb anschließend noch am Becken liegen. Während sich über den Bergen einige dunklere Wolken bildeten, war es am Pool trotzdem angenehm warm. Später ging ich noch einmal ins Wasser, als die Sonne langsam unterging und sich die Palmen und der Himmel auf der ruhigen Wasseroberfläche spiegelten.

Am Abend saßen wir auf der offenen Restaurantveranda. Während es langsam dunkel wurde, gingen unten in Kingston immer mehr Lichter an. Die gesamte Stadt lag wie ein großes Lichterfeld unterhalb der Berge. Dazu gab es ein Glas Wein und ein Abendessen mit einer Aussicht, die fast interessanter war als das Essen selbst.

Anschließend sahen wir uns noch die Bar an. An den Wänden hingen zahlreiche Fotografien von Musikern und Künstlern, außerdem gab es ein Klavier, alte Möbel und eine große Auswahl an Rum und anderen Spirituosen. Das gesamte Gebäude wirkte eher wie ein großes privates Landhaus als wie ein normales Hotel.

Zum Abschluss liefen wir noch einmal durch die beleuchtete Anlage und zum Pool. Der Blick auf das nächtliche Kingston war jetzt noch beeindruckender als am Tag. Mit einem Red-Stripe-Bier auf dem Balkon ließen wir den Abend ausklingen.

Für uns war Strawberry Hill eines der außergewöhnlichsten Hotels dieser Reise. Nicht wegen klassischem Luxus, sondern wegen der Lage, der Architektur, der Geschichte und dieser unglaublichen Aussicht über die Berge und Kingston. Die Bildfolge zeigt das Zimmer, den Balkon, die Gärten, den Infinity-Pool, den Sonnenuntergang, das Abendessen und die abendliche Hotelanlage. 

📍 28.–29.07 · Blue Mountains
Ein Morgen auf Strawberry Hill und die Geschichte des HotelsErlebnis

Ein Morgen auf Strawberry Hill und die Geschichte des Hotels

🕒 29.07.2026 · 08:08 Uhr📍 Strawberry Hill Road, Gordon Town, Saint Andrew, Jamaika🖼️ 3 Fotos · 1 Video

Am nächsten Morgen standen wir früh auf und gingen gegen acht Uhr zum Frühstück. Wir bekamen einen Tisch auf der offenen Veranda mit freiem Blick über die Berge und Kingston. Vor uns lagen Kaffee, frisches Obst, Brot, Eier und weitere Frühstückssachen – dahinter erstreckte sich die Landschaft bis zum Meer.

Nach dem Sonnenuntergang und den vielen Lichtern am Vorabend sah die Aussicht nun wieder vollkommen anders aus. Kingston lag im hellen Morgenlicht unterhalb der grünen Berghänge. Die Luft war angenehm kühl, und es war kaum zu glauben, dass wir uns noch immer auf einer tropischen Karibikinsel befanden.

Nach dem Frühstück liefen wir noch einmal durch die Anlage. Überall standen kleine weiße Cottages, dazwischen blühende Pflanzen und schmale Wege durch den Garten. Von fast jedem Bereich des Hotels gab es einen anderen Blick auf die Blue Mountains oder hinunter in Richtung Kingston.

Während unseres Aufenthalts hatte ich mich auch etwas genauer mit der Geschichte von Strawberry Hill beschäftigt. Das Anwesen existierte lange vor dem heutigen Hotel. Nach Angaben des Hotels wurde das Grundstück bereits im 18. Jahrhundert als Strawberry Hill bezeichnet und diente zeitweise sogar als Marinehospital für ausländische Offiziere. Anfang der 1970er-Jahre kaufte Chris Blackwell, der Gründer von Island Records, das Anwesen.

Durch seine Arbeit in der Musikbranche wurde Strawberry Hill anschließend zu einem Rückzugsort und Treffpunkt für jamaikanische und internationale Musiker. Besonders eng ist die Geschichte mit Bob Marley verbunden. Nach dem Attentat auf ihn im Dezember 1976 zog er sich zeitweise nach Strawberry Hill zurück, um dort Ruhe zu finden und sich zu erholen. Auch Musiker wie Mitglieder der Rolling Stones, Grace Jones, Willie Nelson, Peter Tosh und Third World werden vom Hotel mit dem Anwesen in Verbindung gebracht.

Die vielen Fotografien in der Bar erinnern an diese Zeit. Allerdings bedeutet nicht jedes Bild automatisch, dass die abgebildete Person tatsächlich im Hotel übernachtet hat. Ein Teil der Aufnahmen stammt aus der persönlichen Sammlung von Chris Blackwell und dokumentiert allgemein seine lange Arbeit mit verschiedenen Musikern und Bands.

Das ursprüngliche Haupthaus wurde 1988 durch Hurrikan Gilbert stark beschädigt. Beim späteren Wiederaufbau orientierte man sich an der traditionellen jamaikanischen Architektur. Daraus entstanden die weißen Holzhäuser, großen Veranden, Fensterläden und hohen Dächer, die heute das Erscheinungsbild des Hotels bestimmen. Strawberry Hill wurde anschließend in den 1990er-Jahren als Boutiquehotel eröffnet.

Gerade diese Mischung machte den Aufenthalt so besonders. Man übernachtete nicht nur in einem Hotel mit einer außergewöhnlichen Aussicht, sondern an einem Ort, der eng mit der Geschichte Jamaikas und besonders mit der internationalen Verbreitung der Reggae-Musik verbunden ist.

Nach einem letzten Blick vom Balkon packten wir unsere Sachen zusammen. Nur eine Nacht auf Strawberry Hill war eigentlich viel zu kurz. Trotzdem mussten wir weiterfahren – zurück durch die Berge und anschließend wieder an die Nordküste zum Jamaica Inn. Das Frühstück und der Blick über Kingston sind in den letzten Bildern des Erlebnisses festgehalten. 

📍 29.–31.07 · Jamaica Inn / Ocho Rios
Blue Mountains - Scotchies - Jamaika InnErlebnis

Blue Mountains - Scotchies - Jamaika Inn

🕒 29.07.2026 · 12:09 Uhr📍 Scotchies, Greenwich Park Road, Drax Hall, Saint Ann🖼️ 29 Fotos

Nach dem Frühstück verließen wir das Strawberry Hill und machten uns von den Blue Mountains auf den Weg zurück an die Nordküste. Zunächst ging es noch über die schmalen und kurvigen Bergstraßen, anschließend kamen wir auf die große mautpflichtige Autobahn, die quer durch das Landesinnere führt. Nach den teilweise abenteuerlichen Straßen der vergangenen Tage wirkte diese breite und fast leere Strecke beinahe unwirklich.

Unser nächster Stopp war Scotchies in Drax Hall. Schon beim Betreten zog der Rauch des großen offenen Jerk-Grills durch das Restaurant. Auf den dicken Holzstangen lagen zahlreiche Hähnchen und große Fleischstücke, die langsam über der Glut gegart wurden. Genau so hatten wir uns ein klassisches jamaikanisches Jerk-Restaurant vorgestellt. Das Essen war einfach serviert, kräftig gewürzt und ausgesprochen lecker.

Anschließend hielten wir noch an einem kleinen Markt in Ocho Rios. Zwischen Holzfiguren, Schildern, Schmuck und den üblichen jamaikanischen Souvenirs schauten wir uns ein wenig um, bevor wir die letzten Kilometer zum Jamaica Inn fuhren.

Nur wenige Minuten später waren wir plötzlich in einer vollkommen anderen Welt: hinter uns Verkehr, Markt und Grillrauch – vor uns eine ruhige Hotelanlage mit Palmen, gepflegten Rasenflächen und dem türkisfarbenen Meer. Der erste Drink mit Blick über das Gelände war ein sehr passender Abschluss dieser abwechslungsreichen Fahrt. 

📍 29.–31.07 · Jamaica Inn / Ocho Rios
Ankunft im Jamaika InnErlebnis

Ankunft im Jamaika Inn

🕒 29.07.2026 · 14:14 Uhr📍 Jamaica Inn, Old Road, Content Garden, White River🖼️ 17 Fotos · 2 Videos

Vom Markt in Ocho Rios waren es nur ungefähr zehn Minuten bis zum Jamaica Inn. Trotzdem fühlte es sich an, als hätten wir innerhalb kürzester Zeit die Welt gewechselt. Sobald wir das Hotelgelände betraten, war von der Hektik außerhalb kaum noch etwas zu spüren.

Zur Begrüßung gab es einen hervorragend gemischten Old Fashioned. Mit dem Glas in der Hand und dem Blick über die Palmen, den großen Rasen und das Meer stellte sich schnell das Gefühl ein, tatsächlich angekommen zu sein.

Unser Zimmer war klassisch und angenehm zurückhaltend eingerichtet. Besonders schön war der große, vollständig überdachte Balkon, der fast wie ein zusätzliches Wohnzimmer wirkte. Von dort konnten wir über die Gartenanlage hinweg direkt auf das Karibische Meer schauen.

Lange hielten wir uns im Zimmer allerdings nicht auf. Wir zogen uns um und gingen direkt zum Strand. Das Wasser in der geschützten Bucht war ruhig, klar und angenehm warm. Micky begann sofort mit ihrem Schwimmprogramm und war ungefähr eine Stunde im Wasser. Ich sah mir währenddessen den Strand und die nähere Anlage an.

Nach den vielen Fahrten und täglich wechselnden Unterkünften war es angenehm, für die letzten beiden Nächte noch einmal an einem ruhigen Ort anzukommen, an dem für den Moment nichts weiter geplant werden musste.

📍 29.–31.07 · Jamaica Inn / Ocho Rios
Geschichte zum Jamaika InnErlebnis

Geschichte zum Jamaika Inn

🕒 29.07.2026 · 16:17 Uhr📍 Jamaica Inn, Old Road, Content Garden, White River🖼️ 1 Foto

Der bestehende Titel „Geschichte zum Jamaica Inn“ kann bleiben. Ich würde den Text etwas straffen und die nicht belegbaren Gerüchte herausnehmen:

Schon bei der Ankunft hatte ich das Gefühl, dass das Jamaica Inn kein gewöhnliches Strandhotel ist. Die Anlage wirkt nicht modern oder spektakulär, sondern bewusst traditionell. Die weißen und hellblauen Gebäude, die großen Veranden, die alten Möbel und die weitläufigen Rasenflächen erinnern eher an ein klassisches karibisches Landhaus.

Das Hotel wurde 1958 von Charles Morrow und Matthew Archibald übernommen und anschließend von der Familie weiterentwickelt. In den 1950er- und 1960er-Jahren gehörte es zu den Rückzugsorten des internationalen Jetsets. Zu den vom Hotel dokumentierten Gästen zählen unter anderem Winston Churchill, Marilyn Monroe, Arthur Miller, Ian Fleming, Sean Connery, Errol Flynn, Noël Coward und Vivien Leigh.

Gerade Winston Churchill soll regelmäßig im Jamaica Inn gewesen sein und bevorzugt in der besonders abgeschiedenen White Suite gewohnt haben. Auch heute lebt das Hotel stark von dieser Geschichte. Es wird wenig inszeniert, und man findet keine große Ausstellung oder aufdringliche Hinweise auf die berühmten Gäste. Stattdessen gehören alte Fotografien, Antiquitäten und die fast familiäre Atmosphäre ganz selbstverständlich zur Anlage.

Für mich lag der besondere Reiz deshalb nicht in auffälligem Luxus. Es war vielmehr die Verbindung aus Geschichte, Ruhe, persönlichem Service und dem Gefühl, sich an einem Ort aufzuhalten, der seinen ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt hat. 

📍 29.–31.07 · Jamaica Inn / Ocho Rios
Kaffee Pause und Richtung AbendErlebnis

Kaffee Pause und Richtung Abend

🕒 29.07.2026 · 16:18 Uhr📍 Jamaica Inn, Old Road, Content Garden, White River🖼️ 19 Fotos · 2 Videos

Nach dem ersten Bad im Meer verbrachten wir den Nachmittag ohne festes Programm. Wir liefen noch etwas durch die Anlage, sahen uns den Pool, den langen Strand und die verschiedenen Gebäudeteile des Jamaica Inn an.

Die Architektur wirkte angenehm unaufgeregt. Weiße Geländer, hellblaue Gebäude, große Rasenflächen und viele Palmen bestimmten das Bild. Anders als in den großen Resorts waren die Wege kurz und die gesamte Anlage blieb überschaubar.

Später machten wir es uns auf der Terrasse bequem und tranken einen Kaffee. Von dort hatten wir einen schönen Blick über die gepflegte Croquet-Wiese bis zum Meer. Es war einer dieser seltenen Nachmittage, an denen nichts Besonderes passieren musste. Man konnte einfach sitzen, die warme Luft genießen und beobachten, wie das Licht langsam weicher wurde.

Zwischendurch gingen wir noch einmal an den Strand und in den Pool. Micky nutzte natürlich auch diese Gelegenheit zum Schwimmen. Danach kehrten wir auf unser Zimmer zurück und machten uns langsam für den Abend fertig.

Nach den vielen Erlebnissen und Fahrten der vergangenen Tage war dieser ruhige Nachmittag genau das Richtige. 

📍 29.–31.07 · Jamaica Inn / Ocho Rios
Unser erster Abend im Jamaica InnErlebnis

Unser erster Abend im Jamaica Inn

🕒 29.07.2026 · 18:39 Uhr📍 Jamaica Inn, Old Road, Content Garden, White River🖼️ 34 Fotos · 2 Videos

Am frühen Abend zogen wir uns um und gingen zurück zum Strand. Die Sonne stand bereits tief über dem Meer und färbte den Himmel zunächst gelb, dann orange und schließlich leicht rosa. Zwischen den Palmen und dem fast vollkommen ruhigen Wasser entstand einer der schönsten Sonnenuntergänge unserer Reise.

Am Strand und auf den Terrassen wurden währenddessen die Tische für das Abendessen vorbereitet. Weiße Tischdecken, die blauen Gläser des Hotels und das letzte warme Licht über dem Meer sorgten für eine fast schon kitschig perfekte Kulisse.

Wir entschieden uns für einen unkomplizierten Abend und aßen eine frisch gebackene Pizza. Anschließend hörten wir noch der Livemusik zu. Das Jamaica Inn veranstaltet regelmäßig Abende mit Musik, ohne daraus eine große Show zu machen. Die Band spielte draußen zwischen Palmen und beleuchteten Hotelgebäuden, während sich die Anlage langsam leerte.

Später gingen wir zurück auf unseren großen Balkon. Von dort konnten wir weiterhin die Musik hören und auf das dunkle Meer schauen. Damit endete unser erster Tag im Jamaica Inn deutlich ruhiger, als er mit der Fahrt aus den Blue Mountains begonnen hatte

📍 29.–31.07 · Jamaica Inn / Ocho Rios
Frühstück direkt über dem MeerErlebnis

Frühstück direkt über dem Meer

🕒 30.07.2026 · 07:40 Uhr📍 Jamaica Inn, Old Road, Content Garden, White River🖼️ 11 Fotos

Am nächsten Morgen saßen wir bereits kurz vor acht Uhr beim Frühstück. Unser Tisch stand auf einer kleinen Terrasse unmittelbar oberhalb des Meeres. Zwischen Tischkante und Wasser schien kaum Platz zu sein, und wir konnten beim Essen direkt in die klare, türkisfarbene Bucht schauen.

Auf den für das Jamaica Inn typischen rosafarbenen Tischdecken standen die kräftig blauen Gläser, Kaffee, Saft und frisches Obst. Später kamen die weiteren Frühstückssachen hinzu. Während wir aßen, schwammen unterhalb der Terrasse zahlreiche kleine Fische durch das glasklare Wasser.

Es war ein ausgesprochen entspannter Start in den Tag. Kein Buffet mit Gedränge, keine laute Musik und keine Eile. Stattdessen saßen wir im Schatten, tranken unseren Kaffee und blickten auf das ruhige Meer.

Für mich gehörte dieser Frühstücksplatz zu den schönsten Bereichen des gesamten Hotels. Das Essen selbst war gut, aber vor allem die Lage machte das Frühstück zu etwas Besonderem.

📍 29.–31.07 · Jamaica Inn / Ocho Rios
Ein kompletter Strandtag im Jamaica InnErlebnis

Ein kompletter Strandtag im Jamaica Inn

🕒 30.07.2026 · 14:31 Uhr📍 Jamaica Inn, Old Road, Content Garden, White River🖼️ 74 Fotos · 5 Videos

Nach dem Frühstück fuhr ich kurz zu einem Supermarkt in Ocho Rios. Danach sollte der restliche Tag vollständig dem Strand und dem Wasser gehören.

Zunächst gingen wir schwimmen und schnorcheln. Die kleine Bucht vor dem Jamaica Inn war dafür hervorragend geeignet. Das Wasser war ruhig und klar, und besonders an den felsigen Seiten der Bucht waren viele Fische zu sehen. Micky zog über den Tag verteilt immer wieder ihre Bahnen und kam am Ende auf insgesamt ungefähr zwei Stunden und 45 Minuten Schwimmzeit.

Zwischendurch nahm ich an einem Rum-Tasting teil. Vor uns standen verschiedene jamaikanische Rumsorten, darunter einige bekannte und einige für mich neue Marken. Der Mitarbeiter erklärte die Unterschiede und schenkte nacheinander kleine Proben ein. Nach dem Tasting ging es sicherheitshalber erst einmal wieder an den Strand.

Später nahmen wir eines der Kajaks und paddelten gemeinsam aus der Bucht. Vom Wasser aus konnte man die überschaubare Größe des Hotels besonders gut erkennen: der lange Sandstrand, die niedrigen Gebäude und die dicht bewachsenen Felsen an den beiden Enden der Bucht.

Zum Mittagessen gab es für mich einen Burger mit Pommes direkt am Strand. Danach folgten noch einmal Schwimmen, Schnorcheln und eine Kaffeepause.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf dem Zimmer fertig und gingen rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder an den Strand. Der Himmel war nahezu wolkenlos, und die Sonne verschwand direkt über dem ruhigen Meer.

Zum Abendessen fuhren wir ungefähr acht Minuten zu einem einfachen Grillrestaurant außerhalb des Hotels. Dort bestellte ich noch einmal Hähnchen, Schweinefleisch und Rippchen. Genau diese unkomplizierten jamaikanischen Grillgerichte hatten mir während der Reise besonders gut gefallen.

Zurück im Jamaica Inn hörten wir noch Livemusik. Am Strand war außerdem eine große Leinwand für einen Filmabend aufgebaut. Den restlichen Abend ließen wir auf unserem Balkon ausklingen. Damit endete einer der entspanntesten und gleichzeitig abwechslungsreichsten Tage unserer Rundreise. 

📍 29.–31.07 · Jamaica Inn / Ocho Rios
Unser geplanter AbreisetagErlebnis

Unser geplanter Abreisetag

🕒 31.07.2026 · 08:54 Uhr📍 Jamaica Inn, Old Road, Content Garden, White River🖼️ 5 Fotos · 1 Video

An unserem letzten Morgen durften wir das Zimmer bis 12:30 Uhr behalten. Dadurch blieb noch genügend Zeit für ein ruhiges Frühstück und einige letzte Stunden am Strand.

Wir setzten uns noch einmal an einen der Tische direkt über dem Wasser. Es gab Kaffee, Saft und ein ausgiebiges Frühstück mit dem inzwischen vertrauten Blick auf die klare Bucht. Danach gingen wir zurück zum Zimmer, wechselten die Kleidung und brachten nach und nach unsere Sachen zusammen.

Micky nutzte die verbleibende Zeit natürlich für ein letztes längeres Schwimmen. Auch ich ging noch einmal ins Wasser und schnorchelte entlang der Felsen. Der Strand war an diesem Vormittag beinahe leer, das Meer ruhig und das Wetter erneut sehr gut.

Irgendwann mussten wir uns dann doch von unserer Liege und der kleinen Bucht verabschieden. Zu diesem Zeitpunkt war der Plan noch einfach: auschecken, Richtung Montego Bay fahren, unterwegs etwas essen, den Mietwagen zurückgeben und anschließend nach Frankfurt fliegen.

Dass dieser Abreisetag vollkommen anders verlaufen und wir noch eine weitere Nacht auf Jamaika verbringen würden, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

📍 31.–2.8 · Flugverschiebung, Half Moon
Der letzte DrinkErlebnis

Der letzte Drink

🕒 31.07.2026 · 11:16 Uhr📍 Jamaica Inn, Old Road, Content Garden, White River🖼️ 26 Fotos · 2 Videos

Der Morgen im Jamaica Inn fühlte sich zunächst wie ein ganz normaler letzter Urlaubstag an. Unsere Koffer waren weitgehend gepackt, und wir wollten die verbleibenden Stunden bis zur Abfahrt zum Flughafen noch einmal am Strand verbringen.

Das Meer lag ruhig vor der kleinen Bucht. Das Wasser war klar und türkis, und am Strand war kaum etwas los. Micky machte es sich noch einmal auf einer Liege unter den Palmen bequem, während ich ins Wasser ging und ein letztes Mal schnorchelte.

Direkt vor dem Hotel waren zwischen den Felsen und Korallen zahlreiche kleine Fische zu sehen. Nach den vielen unterschiedlichen Stationen unserer Rundreise war es angenehm, den letzten Vormittag ohne Programm, Autofahrt oder Besichtigung zu verbringen.

Später bestellte ich noch einen letzten Drink und stellte mich damit unter eine Palme am Strand. In diesem Moment gingen wir davon aus, dass unsere Reise wenige Stunden später wie geplant enden würde. Wir wollten nur noch in Ruhe Abschied vom Meer nehmen, anschließend nach Montego Bay fahren, den Mietwagen zurückgeben und zum Flughafen gehen.

Das Jamaica Inn war während unseres kurzen Aufenthalts vollkommen anders gewesen als die größeren Resorts zuvor. Die kleine Bucht, der ruhige Strand und die überschaubare Anlage hatten eine fast private Atmosphäre. Gerade deshalb passte dieser langsame letzte Vormittag gut zu unserem Aufenthalt.

Wir machten noch einige Bilder am Strand, schauten ein letztes Mal auf das ruhige karibische Meer und machten uns dann auf den Weg. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass aus diesem vermeintlich letzten Drink noch ein kompletter zusätzlicher Urlaubstag werden würde.

📍 31.–2.8 · Flugverschiebung, Half Moon
Jerk EssenErlebnis

Jerk Essen

🕒 31.07.2026 · 13:03 Uhr📍 Scotchies, Northern Coastal Highway, Montego Bay, Saint James🖼️ 6 Fotos

Nachdem wir das Jamaica Inn verlassen hatten, fuhren wir ungefähr eine Stunde in Richtung Montego Bay. Da bis zur geplanten Mietwagenrückgabe und zum Abflug noch etwas Zeit war, hielten wir bei Scotchies an der Hauptstraße kurz vor Montego Bay.

Das Restaurant war genau die Art von Ort, die wir während der Reise immer wieder gesucht hatten: einfach, offen und ohne viel unnötigen Aufwand. Das Fleisch wurde in einem dunklen, rauchigen Grillbereich über der Glut gegart. Wir bestellten Jerk Chicken und Jerk Pork, das anschließend unkompliziert in kleinen Pappschachteln serviert wurde. Dazu gab es verschiedene scharfe und würzige Soßen.

Während der Fahrt hatten wir bereits gesehen, dass sich unser Flug verspätete. Zunächst gingen wir aber noch davon aus, dass es sich nur um einige Stunden handeln würde. Während wir bei Scotchies saßen, kam dann die E-Mail von Condor: Der Rückflug wurde nicht nur etwas später angesetzt, sondern gleich um rund 24 Stunden verschoben.

Damit änderte sich die gesamte Situation. Unsere Mietwagenrückgabe war für diesen Tag gebucht, wir hatten kein Hotel mehr und wussten zunächst nicht, welche Unterstützung Condor überhaupt organisieren würde. Die Kommunikation über WhatsApp dauerte lange und brachte anfangs keine wirklich klare Lösung.

Aus einem entspannten letzten Essensstopp wurde deshalb innerhalb weniger Minuten eine Krisensitzung. Wir entschieden schließlich, den Mietwagen zu verlängern und selbst nach einem Hotel in der Nähe des Flughafens zu suchen.

Das Jerk Chicken und das Schweinefleisch waren eigentlich ein sehr passender kulinarischer Abschluss unserer Rundreise. In diesem Moment konnten wir das Essen allerdings nicht mehr richtig genießen, weil sich unsere Gedanken nur noch darum drehten, wo wir die kommende Nacht verbringen würden und ob der Rückflug am nächsten Tag tatsächlich stattfinden sollte.

📍 31.–2.8 · Flugverschiebung, Half Moon
Half Moon ResortErlebnis

Half Moon Resort

🕒 31.07.2026 · 17:06 Uhr📍 Half Moon Road, Montego Bay, Saint James, Jamaika🖼️ 43 Fotos · 4 Videos

Nach dem kompletten Durcheinander mit Condor stand am späten Nachmittag fest, dass wir noch eine weitere Nacht auf Jamaika bleiben mussten. Eigentlich hätten wir zu diesem Zeitpunkt längst am Flughafen sein sollen. Stattdessen verlängerten wir den Mietwagen und suchten kurzfristig nach einem Hotel in der Nähe von Montego Bay.

Nach einigem Überlegen entschieden wir uns für die schönste und gleichzeitig unkomplizierteste Variante und buchten eine Nacht im Half Moon Resort. Beim Check-in herrschte zunächst noch einmal etwa 20 Minuten lang große Verwirrung. Gleichzeitig versuchten wir weiterhin, über WhatsApp verbindliche Informationen von Condor zu bekommen. Irgendwann war dann aber alles geklärt, und wir konnten endlich unser Zimmer beziehen.

Das Zimmer war wesentlich großzügiger, als wir es für diese eine ungeplante Nacht benötigt hätten: zwei große Betten, eine Sitzecke, ein riesiges Badezimmer mit einer offenen Doppeldusche und eine Terrasse direkt vor den weißen, zweistöckigen Gebäuden am Meer. Nach dem einfachen Jamaica Inn wirkte das Half Moon vollkommen anders – größer, moderner und deutlich weitläufiger.

Wir sahen uns zunächst einen Teil der Anlage an. Neben einem langen Sportbecken gab es einen großen Infinity-Pool, verschiedene Strandabschnitte, Palmen, kleine Badebuchten und weit auseinanderliegende Gebäude. Erst beim Herumlaufen wurde deutlich, welche Ausmaße das Resort tatsächlich hatte.

Am frühen Abend gingen wir noch in den Infinity-Pool. Die Sonne stand bereits tief über dem Meer und tauchte den Strand und die Palmen in ein warmes, orangefarbenes Licht. Nach den anstrengenden Stunden mit der Flugverschiebung war das der erste Moment, in dem wir wieder etwas abschalten konnten.

Da Freitag war, fand am Strand ein Barbecue-Abend statt. Zwischen Palmen und Fackeln waren Tische aufgebaut, es gab Musik, kleine Verkaufsstände und Essen direkt am Wasser. Wir aßen dort nichts, sondern Nahmen jeder am Rande einen Drink. Wir saßen noch eine Zeit lang am beleuchteten Strand und machten später einen Abstecher zur Hotelbar.

Zum Abschluss des Abends gab es noch einen jamaikanischen Rum auf dem Zimmer . Auf dem Weg begegneten uns im Dunkeln mehrere große Landkrabben, die über die Rasenflächen liefen. Damit endete ein Tag, der eigentlich unser Abreisetag sein sollte, vollkommen anders als geplant.

Was zunächst nur wie eine ärgerliche und chaotische Verlängerung der Reise aussah, wurde dadurch zumindest noch zu einem unerwartet schönen letzten Abend auf Jamaika.

📍 31.–2.8 · Flugverschiebung, Half Moon
Vormittag im Half MoonErlebnis

Vormittag im Half Moon

🕒 01.08.2026 · 07:26 Uhr📍 Saint James, Jamaika🖼️ 28 Fotos · 1 Video

So begann also unser zweiter Abreisetag auf Jamaika. Nachdem der Rückflug am Vortag kurzfristig um 24 Stunden verschoben worden war, standen wir gegen 7 Uhr auf und versuchten, aus dem ungeplanten zusätzlichen Urlaubstag noch das Beste zu machen.

Zunächst gingen wir in aller Ruhe frühstücken. Wir saßen draußen zwischen Palmen und blühenden Sträuchern und hatten über die große Rasenfläche hinweg einen freien Blick auf das karibische Meer. Nach der ganzen Ungewissheit und dem Durcheinander mit Condor am Vortag war das ein erstaunlich entspannter Start in den Morgen.

Anschließend gingen wir wieder getrennt unseren üblichen Beschäftigungen nach. Micky machte zunächst einen längeren Spaziergang und schwamm danach ungefähr eine Stunde. Der große Sportpool eignete sich dafür besonders gut, da er im Gegensatz zu vielen Hotelpools richtige Bahnen hat.

Ich nahm mir währenddessen ein Fahrrad und erkundete noch einmal das weitläufige Gelände des Half Moon. Das Hotel zieht sich sehr weit an der Küste entlang und besteht aus unterschiedlichen Bereichen mit großen Rasenflächen, weißen Gebäuden, Palmen, kleinen Buchten und mehreren Pools. Mit dem Fahrrad bekam ich noch einmal einen guten Eindruck davon, wie groß die gesamte Anlage tatsächlich ist.

Danach trafen wir uns am großen Infinity-Pool direkt am Meer wieder. Von dort schaut man über den scheinbar nahtlos ins Meer übergehenden Beckenrand auf den Strand und die Karibik. Wir lagen eine Zeit lang am Pool, gingen noch einmal ins Wasser und ließen uns sogar Getränke direkt am Becken servieren.

Nachdem wir das Zimmer verlassen hatten, blieben uns noch ungefähr zwei Stunden am Pool. Zum Abschluss gab es einen Burger mit Pommes und Meerblick. Unter normalen Umständen wäre das ein nahezu perfekter letzter Urlaubsvormittag gewesen. Trotzdem blieb im Hinterkopf immer die Frage, ob der zweite Anlauf mit dem Rückflug dieses Mal tatsächlich funktionieren würde.

Dann hieß es erneut: Sachen zusammenpacken und auf zum Flughafen.

Weitere Erlebnisse werden beim Scrollen geladen …