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Polenfahrt 2003


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JU'ler feierten den EU-Beitritt Polens in Poznan

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"Tak" ist Polnisch und heißt "Ja". 78 Prozent der Polen stimmten am vergangenen Wochenende für "tak" und damit für den EU-Beitritt Polens. Welch große Bedeutung diese Volksabstimmung für die Zukunft der jungen Generation hat, das erlebten sechs Mitglieder der Jungen Union hautnah und live vor Ort in Poznan (Posen). Sie nahmen als deutsche Delegation am Europa-Meeting junger Christdemokraten teil und diskutierten die Frage "Wohin gehst du, Europa?".

"Europa wächst durch persönliche Begegnungen zusammen.", unterstrich Markus Kull aus Bad Iburg. Die gemeinsame Feier des Wahlergebnisses verband die jungen Europäer auf besondere Weise. Der polnische Landtagsabgeordnete Slawomir Poszwa formulierte es am Wahlabend so: "Wenn wir in Jahren an das EU-Referendum zurückdenken, dann werden wir uns an Euch und unsere gemeinsamen Erlebnisse bei dieser Konferenz erinnern."

Bis zuletzt zitterten die polnischen "Jungen Demokraten" - das ist die Jugendorganisation der "Bürgerplattform" - ob die notwendige Wahlbeteiligung von 50 Prozent erreicht werde. Dass diese letztendlich bei über 58 % lag, war dem Konsens der Demokraten und dem intensiven Werben um jede einzelne "Tak"-Stimme zu verdanken, berichtete Krzystof Jarczynski, Vorsitzender der Jungen Demokraten in Posen und Organistaor des Europa-Meetings. Zusammen mit den Polen beobachteten die Deutschen auch die Stimmabgabe in einem Wahllokal.

Am Tag nach der Wahl nahm die deutsche Delegation zusammen mit Waldy Dzikowski, Abgeordneter in der Sejm (vergleichbar dem Deutschen Bundestag) sowie einflussreiches Mitglied im Bundesvorstand der Bürgerplattform, an einer Pressekonferenz teil. Dieser fand harte Oppositionsworte gegen den Ministerpräsidenten Leszek Miller und forderte angesichts des Zerwürfnisses der Koalitionsparteien eine mehrheitsfähige Regierung, die den EU-Beitritt Polens besser vorbereitet.

In vielen Gesprächen mit Abgeordneten aller politischen Ebenen sowie dem IHK-Vorsitzenden Großpolens, Wojciech Kruch, stellten die JU'ler fest, dass allzu häufig nur auf die Fördermittel geschielt werde. "Europa ist mehr als Subventionen," hob Judith Hilker hervor. "Trotz unserer kulturellen Vielfalt verbinden uns unsere gemeinsamen Werte und Traditionen", betonte Frank Hilker.

Zusammen mit Delegationen aus Ungarn, Estland und auch aus den USA besichtigten die Deutschen eine Reihe von Betrieben in der wirtschaftlich starken Stadt Posen sowie im kleinen Dorf Mikuszewo in der ländlichen Provinz. Polen stehe vor einem tiefgreifenden Strukturwandel, fasste Florian Kahler aus Georgsmarienhütte zusammen. Insbesondere die vielen Mini-Landwirtschaftsbetriebe seien nicht wettbewerbsfähig und daher von Subventionen auszuschließen. Christoph Gröne warnte zugleich vor einem "Ausverkauf" insbesondere des polnischen Naturraums, den die JU'ler in einer Exkursion als faszinierend unberührt kennen lernten.

Der deutsche Delegationsleiter Jens Waltermann bedankte sich bei den Polen für ihre vorbildliche Gastfreundschaft. Poznan sei mit seiner reichen Geschichte und der Dynamik der vergangenen Jahre schon lange kein grauer Fleck mehr auf der Landkarte, sondern ein bunter Klecks mitten in der Europäischen Union.